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Sonntag, 23.09.2018

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Zeltlager in Parsberg wurde wegen Sturms geräumt

Wind hatte mächtig über den Platz gefegt — Feuerwehr half bei der Evakuierung - 10.08.2018 15:28 Uhr

Nach einer Nacht im Sportheim lief beim Diözesanzeltlager am Freitag alles wieder seinen gewohnten Gang – allerdings im Regen. An den Sturm vom Vorabend erinnert nichts mehr. © Foto: Werner Sturm


Das Diözesanzeltlager der Kolping-Jugend findet jedes Jahr im August statt. Heuer hat sich das Team unter der Leitung von Matthias Raab den vor fünf Jahren in Betrieb genommenen Grill- und Zeltplatz der Stadt Parsberg und des Marktes Lupburg am Lindlberg ausgesucht.

Am Montag waren die 80 Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern angereist. Am heutigen Samstag geht es zurück in die Heimat – zuvor gab es noch ein Ausnahme-Ereignis.

Am Donnerstagabend fegte plötzlich ein heftiger Wind über den Zeltplatz. "Alles, was nicht niet und nagelfest war, ist durch die Gegend geflogen", erzählte eine Betreuerin und sagte: "In einer Gemeinschaftsaktion haben wir alles zusammengetragen und windgeschützt in den fest verankerten Zelten untergebracht."

Da der Wind immer stärker und für den Bereich Parsberg Windgeschwindigkeiten von mehr als 50 Stundenkilometer vorausgesagt worden waren, rief Lagerleiter Raab die Feuerwehr an.

Gemeinsam räumten sie das Zeltlager vorsorglich. Alles Notwendige wie Kleidung und Verpflegung wurde in den Einsatzfahrzeugen der Parsberger Stützpunktwehr verstaut und hinauf zum Sportheim im Freizeitzentrum an der Hatzengrün gebracht.

Gesungen und gespielt

Die Kinder und Jugendlichen marschierten geschlossen zu ihrer provisorischen Unterkunft. Für diese war es ein Abenteuer: "Dort haben wir gesungen und uns mit Spielen unterhalten", erzählen die Verantwortlichen.

"Am Freitagmorgen ging es dann zurück ins Camp zum Morgengottesdienst", sagte der Leiter. Das leere Lager hatte die Nacht genauso schadlos überstanden wie Kinder, Jugendliche und Betreuer. Laut dem Polizeipräsidium Oberpfalz sind wegen des Sturmes am Donnerstag, der für die Oberpfalz von 18 bis 24 Uhr vorhergesagt war, lediglich rund zehn Anrufe eingegangen. Es handelte sich um abgebrochene Äste, umgestürzte Bäume oder umgewehte Baustellen-Absicherungen.

Im Regensburger Stadtteil Stadtamhof wurden von einem Wohnhaus einige Dachziegel herunter geweht. Sie fielen auf ein geparktes Auto. Ansonsten hielten sich die gemeldeten Sachschäden laut dem Polizeipräsidium in Grenzen.

Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand – auch, weil die Zeltlager-Leiter so umsichtig gehandelt haben. 

WERNER STURM

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