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500 demonstrieren in Nürnberg gegen Rechtsextremismus

Autonome versuchen eine Straßensperre beim K4 zu stürmen - 31.03.2012 19:39 Uhr

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Antifa Demo Antifa Demo Antifa Demo
März 2012: Die Anti-Rechts-Demo in Nürnberg

In Nürnberg versammelten sich Ende März etwa 400 Demonstranten zu einer Kundgebung gegen Rassismus und rechte Gewalt. Sie zogen vier Stunden lang durch die Stadt, wie ein Polizeisprecher sagte. Zu der Protestaktion hatte das „Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg“ aufgerufen.


Zu der Protestaktion hatte das „Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg“ aufgerufen. Die Demonstration verlief zunächst friedlich, bis vor dem K4 in der Königstraße  vermummte Autonome eine Straßensperre der Polizei stürmten. Die Beamte setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Mehrere Demonstrationsteilnehmer trugen Verletzungen davon. Nach Angaben der Polizei hatten Lautsprecherdurchsagen die  Demonstranten  zu dem Barrikadensturm aufgerufen.

Wenig später gab es den nächsten Zwischenfall: Knapp 100 Demonstranten liefen von der Grasersgasse durch die sogenannte “Soldanpassage“ in Richtung Vordere Sterngasse. Dort attackierten sie eine Polizeiabsperrung mit Holzstangen. Die Beamten drängten die Angreifer auf die vorgegebene Route zurück. 

Video zum Thema

Antifa-Demonstration verläuft weitestgehend friedlich

In der Nürnberg haben am Samstag rund 500 Menschen gegen rechte Gewalt und Faschismus demonstriert. Dabei kam es zu kleineren Ausschreitungen, bei denen wenige Polizisten und Demonstranten verletzt wurden. Bericht: nordbayern.de, Kamera: news5


Der Rest der Kundgebung verlief nach Polizeiangaben friedlich. Vier Beamte erlitten leichte Verletzungen. Insgesamt wurden fünf Personen festgenommen, die sich allesamt bis zum frühen Abend wieder auf freiem Fuß befanden. Gegen sie wird wegen verschiedener Straftaten, unter anderem  Beleidigung und Raub, ermittelt.

Bereits im Vorfeld hatte es Ärger gegeben: Eine kurzfristige Umverlegung des Demonstrationszuges durch die Stadt, um eine Kundgebung von Tierschützern zu schützen, wollte das Aktionsbündnis mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht anfechten, ohne Erfolg. Das Aktionsbündnis bezeichnete die Maßnahme der Stadt als ein „schikanöses Verbot“ sowie „Vorzeichen staatlicher Repression“ und dachte laut über eine „komplette Aufkündigung der Zusammenarbeit mit den Behörden“ nach.

Die Demonstration der Tierrechtler verlief  nach Polizeiangaben "problemlos". Etwa 130 Menschen waren dem Aufruf der  Initiative “Menschen für Tierrechte e.V.“ gefolgt. 

dpa / stw/hoe

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