Mittwoch, 21.11.2018

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Asef N. wird schon bald der Prozess gemacht

Verhandlung am Amtsgericht Nürnberg ist auf sechs Termine festgesetzt - 12.09.2018 11:11 Uhr

Asef N. mit seinem Anwalt Michael Brenner. Ende September beginnt der Prozess gegen den jungen Afghanen. © Michael Matejka


Am 31. Mai 2017 kam es vor dem Berufsbildungszentrum am Berliner Platz zu tumultartigen Szenen, als die Polizei einen jungen Afghanen aus der Schule abholte und zu einem Flugzeug mit Ziel Kabul bringen sollte. Aus politischen Gründen hob der Jet allerdings nicht ab, Asef N., der abgeschoben werden sollte, lebt bis heute in Nürnberg. Nicht zuletzt, weil die Rechtmäßigkeit der Abschiebung in Frage gestellt wurde.

Die Proteste vor der Schule nahmen am 31. Mai 2017 allerdings ein ungeahntes Ausmaß an: Über soziale Netzwerke mobilisierten Mitschüler von Asef N. zahlreiche Gegner der Abschiebung. Die Polizei wirkte überfordert, es kam zu harten Auseinandersetzungen. Bundesweit haben Medien über die Proteste berichtet.

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Abschiebung: Tumulte bei Polizeieinsatz vor Berufsschule

Am Mittwochmorgen führte die Polizei einen jungen Schüler aus der Nürnberger Berufsschule am Stadtpark. Der 21-jährige Afghane sollte in sein Heimatland abgeschoben werden. Doch die Situation eskalierte.


Im Rahmen dieses Vollzugs soll N., der sich in diesem Moment fraglos in einem emotionalen Ausnahmezustand befunden hatte, gegenüber Polizisten gesagt haben: "Ich bin eh in einem Monat wieder zurück in Deutschland, und dann bringe ich Deutsche um!" Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wirft dem Mann deshalb Störung des öffentlichen Friedens vor. Außerdem soll er im Verlauf des Vollzugs "erheblichen Widerstand" geleistet haben.


Ein heikles Exempel: Was im Fall Asef N. schief lief


Aber nicht nur das. Am 7. Mai 2017 soll er in Nürnberg an der Kreuzung Valznerweiherstraße/Regensburger Straße eine Ampelanlage beschädigt haben, indem er mit Flaschen die Ampelgläser einwarf.

Die Verhandlung ist auf sechs Termine angesetzt.

 

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