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Das ändert sich beim zweiten "neuen" Opernball in Nürnberg

Zuständige Agentur reagierte auf die konstruktive Kritik vom letzten Jahr - 08.08.2018 05:58 Uhr

Tanzen, wo sonst nur Sänger stehen: Der Blick von der Opernbühne in den offenen Schnürboden, wie auch ins Logenrund ist phänomenal. © Stefan Hippel


"Wir wollen uns immer weiter verbessern", sagt Veranstalter Simon Röschke – und sein Ton lässt keinen Zweifel zu, er meint das tatsächlich so. Also wird die Sound-Übertragung im Opernhaus überarbeitet und das häufig kritisierte Wegeleitsystem für den 14. September verbessert. Nichts zu mäkeln gab es an der Moderation von Show-Master Jörg Pilawa. "Es ist für uns eine große Freude, dass er das noch mal macht", betont Röschke glücklich.

Neuerungen gibt es jedoch beim Ballrestaurant für die Flaneure. "Etwas weniger zünftig, eher fränkisch-modern", beschreibt Röschke das künftige Flair, und: "Es wird sicher keine Hütte mehr, aber ein ebenso ungewöhnliches Ballrestaurant." Das Wo lässt er noch im Dunkeln. In jedem Fall aber sollten sich die 1500 bis 2000 Besitzer von Flanierkarten (Speisen und eine Getränke-Auswahl – Bier, Wein, Softdrinks Kaffee – sind im Ticketpreis von 179 Euro enthalten) online wieder einen "Essens-Slot" buchen und die Speisen vorab auswählen, um Gedränge zu vermeiden. "Essen und Trinken sind in Franken einfach wichtig, das muss top sein!", weiß der Veranstalter.

Hochwertiger Außenbereich

So servieren die Küchenchefs von "El Paradiso Catering" fränkische Klassiker mit "einem Hauch Haute Cuisine", darunter geschmorte Ochsenbacke mit Spätburgenderjus, sechs Nürnberger mit gerahmtem Seccokraut, Estragonstampf und Traubenconfit, Lachsforelle mit buntem Wurzelwerk oder geschmorten, süß-sauer eingelegten Kürbis mit Wildkräutern und Miso-Vinaigrette.

Mit gebuchtem Essens-Slot ist der weitere Abend auch besser planbar, gibt es doch einige Auftritte, die Ballgäste keinesfalls verpassen sollten: Stargast Max Mutzke zum Beispiel, der mit einer spannenden Mischung aus Pop, Jazz und Klassik "für Gänsehautmomente sorgen wird", verspricht Röschke. Sein Auftritt mit den Nürnberger Symphonikern begeisterte im vergangenen Jahr das Publikum. Und dann natürlich Oboist Albrecht Mayer, der Klassik-Act des Balls 2018!

Star-Oboist Albrecht Mayer, der Klassik-Act des Balls 2018. © F.: Harald Hoffmann / DG


Der mehrfache Echo-Preisträger war 1990 in seiner Heimatstadt Bamberg Solo-Oboist der Bamberger Symphoniker geworden; seit 1992 bekleidet er die gleiche Position bei den Berliner Philharmonikern und begeistert weltweit als Konzertsolist wie als Kammermusiker. Auf der Suche nach neuem Repertoire wagt sich Mayer mit seiner Oboe regelmäßig an Werke, die ursprünglich für andere Instrumente oder die menschliche Stimme geschrieben wurden. Begleiten wird ihn die Pianistin und Wahlnürnbergerin Evgenia Rubinova; beim renommierten Klavierwettbewerb in Leeds erhielt sie die Silbermedaille.

Programm auf der Leinwand

Geht es ums Tanzen, gibt die Thilo-Wolf-Big -Band samt Gaststars – darunter Joan Faulkner – im Ballsaal den Ton an. Im Glucksaal dagegen können Besucher zunächst das Saal-Programm per Leinwand verfolgen, später dort die beliebte "Nürnberger Quadrille" trainieren. Dabei sein klappt ganz ohne Vorbildung versichert Röschke, "einfach mitmachen!" Und dann? Wird in der Glucksaal-Disco bis in den frühen Morgen abgerockt.

Auf dem Vorplatz der Oper sorgt die "Chris Genteman Group" für viel Rhythmus. "Wir sind froh, dass das eintrittsfreie Opern-Air-Fest positiv aufgenommen wurde; 2018 dürfen gerne ein paar mehr Leute kommen", macht Röschke noch Unentschlossenen Mut. Bewusst hochwertig sei der Außenbereich gestaltet, habe auch erneut einen eigenen Moderator. Das Geschehen im Saal wird nach außen übertragen, man ist stets live dabei.

Lokale Prominenz und bekannte Gäste

"Viel lokale Prominenz" und eine "ganze Armada an bekannten Gästen" kündigt Röschke außerdem an. Und auch 2018 wird Geld in soziale Bereiche der Metropolregion fließen: Nach dem Opernball und dem "Ball der Unternehmer" 2017 konnten inzwischen 42.000 Euro für wohltätige Zwecke überwiesen werden. "Allein beim 'Ball der Unternehmer' waren 9000 Euro eingegangen, und die Sparkasse hat als Hauptsponsor die Summe für die Aktion 'Schutzbengel' noch großzügig um 3000 Euro aufgestockt. Mit Geld kann man eine ganze Menge helfen und bewirken – und das freut uns immer!"

Während beim Opernball aktuell noch in allen Kategorien Karten zu haben sind (wer einen Tischplatz möchte, sollte sich beeilen!), muss Röschke Interessenten für den "Ball der Unternehmer" im Dezember (diesmal im Hangar 8 am Flughafen) enttäuschen: "Statt 640 haben wir nun zwar 1000 Plätze, doch auch die waren in wenigen Tagen ausverkauft."

Weitere Infos sowie Kartenbestellung: www.opernball-nuernberg.de

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Anabel Schaffer E-Mail

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