Montag, 10.12.2018

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Das ist die geheime Wasserleitung der Lochgefängnisse

Tunnel versorgten Stadt schon vor Jahrhunderten - das war streng geheim - 10.01.2017 06:00 Uhr

Ralf Arnold vom Verein Felsengänge (li.) führt durch das Tunnelsystem unter der Stadt. © Horst Linke


Erstmals erwähnt wurden die "Lochwasserleitungen" im Jahr 1459. Doch schon seit mindestens 700 Jahren existieren Gänge im Nürnberger Untergrund.

Durch den weichen Sandstein, auf dem Burg und Stadt erbaut wurden, sickerte Wasser. Das ließen die mittelalterlichen Stadtväter ins Rathaus leiten. Von dieser zusätzlichen Versorgung durften allerdings nur Wenige wissen - man fürchtete, dass Angreifer das Wasser vergiften könnten.

Das Sickerwasser war besonders kostbar. Durch den Sandstein wurde es gefiltert und war sauberer als Brunnenwasser. Es erfüllt sogar heutige Standards. Ob die Insassen der mittelalterlichen Lochgefängnisse davon etwas abkriegten, ist nicht bekannt.

Bilderstrecke zum Thema

Die geheime Wasserleitung der Lochgefängnisse

Schon im Mittelalter nutzte die Stadt Wasser, das durch den Sandstein unter der Burg sickerte. Durch Tunnel leitete man es zum Beispiel ins Rathaus und in die Lochgefängnisse - aus Angst vor feindlichen Giftattacken war das streng geheim.


Weitere Bilder aus dem Nürnberger Untergrund... 

nb

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