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Durch die Vorstadtbrille: Erhalt lohnt sich

26.12.2017 16:54 Uhr

VON TIMO SCHICKLER


Das ging schnell - zum Glück. Denn das Haus in der Maxfeldstraße 53 ist ein absoluter Hingucker, nicht nur auf den ersten, sondern auch auf den zweiten und dritten Blick. Kein Wunder also, dass viele enttäuscht waren, als Pläne von einem Mehrfamilienhaus anstelle des alten Handwerkerhäuschens die Runde machten. "Wie schade", hat auch Stephan Heitsch, der den Laden in dem Wohnhaus mit dem chicen Zwerchhaus betreibt, immer wieder gehört. Oder: "Das muss man doch auf jeden Fall erhalten."

Umso besser, dass es engagierte Menschen gibt, die es nicht bei einer Mitleidsbekundung belassen, sondern das Heft in die Hand nehmen. Die Altstadtfreunde sind dafür bekannt, die Stadtbild Initiative genauso.

Doch: Nicht immer kommen die Schützer solcher Schmuckstücke rechtzeitig, nicht immer haben sie auch genügend frei Kräfte, um an allen Ecken und Enden für den Erhalt von alten Zeitzeugen aus Stein und Holz zu kämpfen. Beim Handwerkerhaus in der Maxfeldstraße hat das schnell und gut funktioniert, die ehemalige Fischküche in Leyh beispielsweise liegt der Stadtbild Initiative auch am Herzen — nur fehlt den engagierten Mitgliedern momentan schlichtweg die notwendige Zeit.

Auch deshalb hat Elmar Hönekopp recht, wenn er sich zwar über den Denkmalschutz für das Haus in der Maxfeldstraße freut, es aber dennoch schade findet, dass es überhaupt nötig ist, ein solches Gebäude schnell auf die Denkmalliste zu setzen. Schöner wäre es, Eigentümer würden sich selbst überlegen, wie man ein solches Gebäude herrichten kann — und ob es nicht erhaltenswert ist. 

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