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Genießen unter Kronleuchtern

Französische Anklänge im „La Cocotte“ — Israelische Spezialitäten mit Tango - 29.07.2011

Im „La Cocotte“ unweit des Rotlichtviertels dominiert die Farbe Lila. © Eduard Weigert


La Cocotte, französisch für „Lebe­dame“ — der Name passt perfekt zu dem neuen Restaurant nahe der Frauentormauer und dem Rotlichtviertel. Köchin Olga Bauer hat den Räumen, in denen sich bis vor kurzem das Lokal „Last Supper“ befand, neues, samtiges Leben eingehaucht. Auf den Tischen liegen rot-weiß-karierte Tücher, die Farben Lila und Weiß dominieren, große Kronleuchter hängen von der Decke.

Die Gäste sollen es gut haben hier, sollen verwöhnt werden. Der Kochstil von Olga Bauer ist traditionell bis mediterran und immer ein bisschen französisch. Im hübschen kleinen Innenhof probieren wir verschiedene feine Salate (ab 6,50 Euro), finden das Linsensüppchen (4,90 Euro) ganz wunderbar und tauchen nach aromatischer Hähnchenbrust mit Gemüsereis (ab 10 Euro) in eine Karamell-Creme ein.

Doch „Cocotte“ bedeutet nicht nur „Lebedame“, auch der berühmte orangefarbene Gartopf heißt so. Den wird die Köchin ab Herbst verwenden, um Schmorgerichte zu zaubern, die einen die Kälte vergessen lassen sollen.

Levana Emmert serviert israelische Spezialitäten im „Tel Aviv-Jaffa“. © Kristin Schierz


Eigentlich ist Levana Emmert Tango-Veranstalterin. Und als solche wohlbekannt in Nürnberg und Umgebung. Dass die charismatische Frau mit den roten Haaren auch noch vorzüglich kochen kann, stellt sie ab sofort im „Tel Aviv-Jaffa“ unter Beweis. Inhaberin dieses Bistros in Eberhardshof, nicht weit vom früheren AEG-Gelände entfernt, ist Levanas Tochter Adi Wolff. Mit leichter Hand serviert die alleinerziehende Mutter die kleinen Gerichte, die ihren (Rezept-)Ursprung in Israel haben. Daher auch der Name, der „echte ganze Name für Tel Aviv“, erklärt Levana Emmert. Viele frische Kleinigkeiten bringen die beiden Frauen an den Stehtisch — außer Schweinefleisch. Hähnchenbrust in Zitrusmarinade beispielsweise oder Falafel, Auberginenpüree und Kichererbsencreme.

Donnerstags ab 20 Uhr wird hier jetzt immer Tango getanzt. Dann schieben Adi Wolff und ihre Mutter die Tische beiseite und schaffen noch mehr Platz im angenehm kargen Raum. Ein klappbares Sitzkonzept samt Podest soll noch installiert werden. Nur der hintere Teil des Lokals mit dem langen Holztisch bleibt dann, wie er ist.

Aber nicht nur in Eberhardshof kann man nun israelisch essen. Mutter und Tochter bieten darüber hinaus auch Catering an. Das erste Mal kann man ihre Spezialitäten am 13. und 14. August beim 8. Internationalen Fest der Partnerstädte „Grenzenlos“ probieren, wenn Nürnberg die israelische Partnerstadt Hadera im Museum Tucherschloss trifft.

Unter dem Motto „Vineria trifft Klassik“ lädt das Restaurant am kommenden Freitag, 5. August, in den Kleinreuther Weg ein. Einen Vorgeschmack auf das Klassik Open Air, am Samstag, 6. August, will Peter Rock in der Vineria geben. Und da die Nürnberger Symphoniker im Luitpoldhain tags darauf Russland („Wolga, Wehmut, Wunderkerzen“) näherbringen wollen, wird es auch in der „Vineria“ russisch zugehen. Pianist Stanislaw Mann spielt die schönsten Stücke von Tschaikowsky, Strawinsky und Rachmaninow.

Auch die Weinauswahl kommt aus dieser Region: „Eine sensorische Reise zur Wiege des Weinbaus nach Georgien“ nennt das Peter Rock. Dort wurde bereits vor 5000 Jahren Wein gekeltert. Dem 2009er „Rkatsiteli“ und dem 2009er „Saperavi“ aus Kachetien könne man diese Tradition anschmecken, so Rock. Dazu passen Maximilian Borks klassische mediterrane Küchenkreationen wie der Nussknacker zur Suite.
Reservierung unter (09 11) 3 00 19 50.


Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!
 

KATJA JÄKEL

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