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Geteiltes Bahn-Land: Neue Dauerausstellung im DB-Museum

Neuer Bereich mit mehr als 600 Exponaten wird im Juni eröffnet - 31.01.2018 17:03 Uhr

Mit den Unterschieden im geteilten Bahn-Deutschland nach 1945 beschäftigt sich schon bald eine Dauerausstellung im Deutsche-Bahn-Museum. © Giulia Iannicelli


Der Bereich "Im Deutschland der zwei Bahnen" soll die Geschichte über die Eisenbahn im geteilten Deutschland von 1945 bis 1989 zeigen. Museumschef Oliver Götze kündigt an: "Mit über 600 Exponaten auf über 600 Quadratmetern wird das DB-Museum die bundesweit größte Schau zur deutsch-deutschen Verkehrsgeschichte nach 1945 präsentieren."

Das Museum ist dann in der Lage, die Geschichte der Eisenbahn von den Anfängen bis heute komplett zu zeigen. Die unterschiedliche Eisenbahngeschichte in Deutschland-Ost und -West hatte das Museum 2001 schon einmal thematisiert. Zwei Millionen Besucher waren durch diesen Bereich gegangen, der damit Abnutzungserscheinungen aufwies. Inzwischen gebe es zu dieser Epoche auch einen neuen Stand der Forschung, so Götze.

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Neue Ausstellung im DB-Museum: Bahngeschichte des geteilten Deutschland

Neuigkeiten im DB-Museum in Nürnberg: Der neue Bereich "Im Deutschland der zwei Bahnen" soll die Geschichte über die Eisenbahn im geteilten Deutschland von 1945 bis 1989 zeigen. Die Ausstellung startet eigentlich erst im Juni, Pressevertreter durften aber schon mal einen Blick hinter die Kulissen werfen.


Der neugestaltete Ausstellungsbereich soll deutlich machen, dass sich über vier Jahrzehnte lang in Deutschland zwei unterschiedliche Gesellschaftssysteme gegenüberstanden, die auch eine verschiedene Entwicklung der Eisenbahn bedingten. Teilbereiche der neuen Ausstellung werden zum Beispiel sein: die Entnazifizierung des Bahnpersonals, das bei der Reichsbahn im Deutschen Reich tätig war; die "Störfreimachung" (wie es in der DDR hieß), durch die man nach dem Zweiten Weltkrieg die Bahn wieder zum Laufen bekam; die Elektrifizierung der Bahn; die Krise, als der Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlegt wurde; das Ergebnis, das ein Durchstöbern von vielen Metern Stasi-Akten über Beschäftigte der Bahn in der DDR erbracht hat. Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung wird das Bundesbahnorchester Wuppertal standesgemäß musikalisch umrahmen.

Mit den beiden legendären Dieseltriebzügen "TransEuropExpress" und "Vindobona" – beide wegweisend für die Entwicklung des Schienenverkehrs der 1950er und 1960er Jahre in Ost- und Westdeutschland – werden ab Juli außerdem zwei echte Eisenbahn-Stars zum ersten Mal gemeinsam auf dem Museumsgelände zu sehen sein. Als weiteres Highlight plant das DB-Museumfür den Herbst die Sonderausstellung "Geheimsache Bahn", die Mythen, Legenden und Skandale aus 200 Jahren Eisenbahngeschichte zum Thema hat. 

Ute Wolf

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