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Günter Wallraff mischt Bundesagentur für Arbeit auf

Enthüllungsjournalist stellte bei Pressetermin kritische Nachfragen - 26.02.2015 13:14 Uhr

Prominenter Besuch in der Bundesagentur für Arbeit: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff schaute bei der Pressekonferenz vorbei. © Susanne Stemmler


Wallraff saß unter den Medienvertretern, die sich – wie jeden Monat – zur Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen in der BA einfinden. Kaum hatte BA-Chef Frank-Jürgen Weise die neuen Statistiken vorgetragen (weniger Arbeitslose, mehr offene Stellen, gute Konjunktur), meldete sich Günter Wallraff zu Wort.

Bei all den „ständigen Erfolgsmeldungen“, so Wallraff, frage er sich, warum die Mitarbeitenden in den Jobcentern überfordert seien und über zu wenig Personal klagten. Es fehle Zeit für ausreichende Beratungen, was auch zu gegenseitigen Aggression führe, meinte Wallraff in Anspielung auf Fälle von Gewalt gegenüber Arbeitsvermittlern.

Die Arbeitsberater arbeiteten nach Betreuungsschlüsseln, entgegnete Weise. Und, ja, man wünsche sich mehr Personal. Aber die von Wallraff genannten Fälle von Überlastung seien Einzelfälle. Probleme würden in den Jobcentern vor Ort gelöst. Dort seien die Vorgesetzten dazu verpflichtet, auf die Belange der Mitarbeitenden, die sich auch anonym offenbaren könnten, einzugehen.

Wallraff recherchiert gerade für seine RTL-Fernsehreihe „Team-Wallraff“. Im Anschluss an die Pressekonferenz hatte er ein Interview mit BA-Vorstand Heinrich Alt. 

stm

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