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Landtagswahl: So werben Politiker in Nürnbergs Innenstadt

Kandidaten von CSU und SPD prägen auf Plakaten ab heute wieder das Stadtbild - 01.09.2018 06:00 Uhr

Gehen für die CSU in Nürnberg an den Start (v. li.): Barbara Regitz (Stimmkreis Nürnberg-Nord), Jochen Kohler (West), Markus Söder (Ost) und Karl Freller (Süd/Schwabach). © Foto: Roland Fengler


"Das Beste für Bayern", damit gehen die vier Nürnberger Kandidaten der CSU für die Landtagswahl am 14. Oktober ins Rennen. "Das trifft es doch am besten", sagte Barbara Regitz, die für den Stimmkreis Nord antritt, anlässlich der Vorstellung der Plakate. Auf individuelle Botschaften, wie auf den Wahlplakaten bei den Kandidaten der SPD, wurde dabei verzichtet. Betont geschlossen als beste Lösung für Bayern präsentierten sich vielmehr die vier CSU-Kandidaten. Dass darunter auch ein Ministerpräsident sei, "elektrisiere und politisiere die Menschen", davon könne man nur profitieren, so CSU–Bezirksvorsitzender Michael Frieser. "Er sorgt dafür, dass Bayern auf Nürnberg schielt."

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"Das Beste für Bayern", damit gehen die vier Nürnberger Kandidaten der CSU für die Landtagswahl am 14. Oktober ins Rennen. Auf individuelle Botschaften, wie auf den Wahlplakaten bei den Kandidaten der SPD, wurde dabei verzichtet. Die Sozialen hatten zuletzt wegen ihrer Wahlplakat-Kampagne im Graphic-Novel-Stil viel Aufmerksamkeit erzeugt. Diesmal setzen die sie aber wieder auf Porträts.


So untermauerte Markus Söder denn auch den Wahlspruch mit all den Impulsen, die von Nürnberg ausgingen, wie etwa Deutsches Museum, Technische Hochschule oder Umgestaltung des Wöhrder Sees. Zudem betonte er die Notwendigkeit einer Politik, die sich "nicht an den Rändern verfängt", sondern in der Mitte bleibt. Gerade die aktuellen Ereignisse in Chemnitz zeigten, dass in der Gesellschaft "Risse" entstanden seien. In so einer Situation müsse man Brücken bauen statt radikale Positionen vertreten. Es sei wichtig, eine Meinung und eine klare Linie zu haben.

"Unsere Schulen dürfen keine Abstellkammern sein" 

Auch die SPD läutet die heiße Phase des Wahlkampfs ein, für den sie insgesamt 200.000 Euro investiert. 500 Dreieckständer stellen die Genossen auf, um den Bekanntheitsgrad der Kandidaten zu steigern. Zwar sei die kürzlich gefahrene Kampagne im Graphic-Novel-Stil "der Clou" gewesen und habe viel Aufmerksamkeit erzeugt, wie Kandidatin Claudia Arabackyj (Nürnberg-Süd/Schwabach) betont. Diesmal setzen die Genossen aber wieder auf Porträts. Immerhin sind die comicartigen Zeichnungen klein auf den Plakaten zu sehen.

Deutlich größer zu lesen sind die Kernforderungen: mehr gebührenfreie Kitas, 500 zusätzliche Straßenpolizisten, mehr bezahlbarer Wohnraum und eine Schulmilliarde mehr für Nürnberg. "Unsere Schulen dürfen keine Abstellkammern sein, sondern müssen Wohnzimmer werden", sagt Arif Taþdelen, der im Nürnberger Norden antritt. Er ist zuversichtlich, dass sich die Stimmung verbessert, auch wenn die Umfragewerte bayernweit nur langsam steigen. Er betont die enge Zusammenarbeit der vier Kandidaten. Eine Geschlossenheit, die die Sozialdemokraten anderen Parteien voraushätten.

Die Genossen setzen auf eine Zweitstimmenkampagne, da das komplexe Wahlsystem für viele Bürger nur schwer zu verstehen sei. Taþdelen und Kerstin Gardill bewerben sich ebenso gegenseitig wie Arabackyj und Stefan Schuster. Sie alle eint die Hoffnung, mit einer starken SPD ein Bollwerk gegen den Rechtsruck zu bilden.

 

Irini Paul und Johannes Handl

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