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Neu in Nürnberg: Baklava zum Dahinschmelzen bei "Nawa"

"Nawa" hat syrische Süßigkeiten - Zeitschrift Feinschmecker adelt Restaurants - 02.10.2017 14:48 Uhr

Wunderbar im Geschmack, aber nicht zu süß und fettig wie die türkische Baklava-Variante: Hussein Arkan, Geschäftsführer von „Nawa Süßigkeiten“, ist auf seine „Mabrume“, die er hier präsentiert, besonders stolz. © Foto: Armin Jelenik


Baklava, sind das nicht die furchtbar zuckrigen, fetttriefenden Süßigkeiten aus der Türkei, nach deren Genuss die meisten Mitteleuropäer erst mal einen Schnaps brauchen? Genau, aber in Nürnberg gibt es jetzt eine bekömmlichere Alternative. In der Breitscheidstraße, bei "Nawa Süßigkeiten", backen drei Konditoren aus den syrischen Städten Damaskus und Aleppo arabische Baklava - und die sind nicht nur weniger süß, sondern auch wesentlich geschmacksintensiver und trockener als ihre türkischen Verwandten,

"Wir verwenden deutlich weniger Zuckersirup und keine gemahlenen, sondern ganze Nüsse", erklärt Geschäftsführer Hussein Arkan den Unterschied. Von den Baklava-Bergen, die sich malerisch im Schaufenster und in den Theken auftürmen, sollte man unbedingt die wunderbar nach Pistazien schmeckenden Bluria und die ebenfalls mit Pistazien gefüllten Mabrume probieren, auf die Arkan besonders stolz ist.

Aber auch die Varianten mit Cashew, Walnuss, Haselnuss und Mandeln sind eine kleine Sünde wert. Die Preise reichen von 1,60 Euro für 100 Gramm bis 3 Euro.

Und wer sich die Baklava nicht zum Mitnehmen einpacken lässt, sondern sich in einer der Sitzecken von Arkans freundlichen Mitarbeitern bedienen lässt, der sollte bei einer Tasse schwarzen Tee auf jeden Fall Kunafa kosten. Das ist ein flaches Kuchenstück, das ebenfalls aus Baklava-Teig gemacht wird, in dessen Inneren sich aber eine Frischkäsefüllung befindet. Die wird in der Mikrowelle leicht angewärmt, so dass der Käse etwas zerläuft - zum Dahinschmelzen.

Punkte für besondere Leckereien

Das Magazin Der Feinschmecker hat wieder seine alljährliche Beilage "Die 500 besten Restaurants in Deutschland" herausgegeben. Franken und die Oberpfalz sind gut vertreten. In Nürnberg hat das "Essigbrätlein, Weinmarkt 3, von Yves Ollech und Andree Köthe vier von fünf möglichen Feinschmecker-Punkten erhalten und gehört damit zu den 48 "Besten der Besten". Das neu besternte "Zweisinn" von Stefan Meier, Äußere Sulzbacher Straße 118, bekam drei Punkte.

Kurz dahinter, mit zweieinhalb Punkten, liegen die seit knapp einem Jahr mit einem Stern geadelten "Entenstuben" in der Schranke 9 von Fabian Denninger, das "Wonka" von Christian Wonka, Johannisstraße 38, sowie das "Würzhaus" von Diana Burkel, Kirchenweg 3 a.

Zwei Punkte gab es für "Koch & Kellner", Obere Seitenstaße 4, von Frank Mackert und Gerald Hoffmann, für das italienische Restaurant "Minneci Leonardo", Zirkelschmiedsgasse 28 (Leonardo Minneci und Björn Weinmann), wie auch das "Gasthaus Rottner", Winterstraße 15 bis 17, von Valentin und Stefan Rottner und die "Zirbelstube" von Sebastian Kunkel, Friedrich-Overbeck-Straße 1.

Erlangen ist mit dem "Polster", Am Deckersweiher 26, unter Chefkoch Christian Sauer vertreten (zwei Punkte). Kein Fürther Lokal schaffte es in den Feinschmecker, dafür aber das Ein-Sterne-Restaurant "Keidenzeller Hof", Fürther Straße 11 in Langenzenn (zweieinhalb Punkte). Das "Soulfood" von Michael Laus in der Oberpfalz, Unterer Markt 35 in Auerbach, bekam zweieinhalb Punkte. Aber das ist ja erst der Anfang der jährlichen Auszeichnungen für Restaurants. In einigen Wochen folgen dann der Michelin und der Gault Millau. 

jel kat

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