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Neue Ausstellung im Feuerwehrmuseum am Jakobsplatz

Helme aus Reichszeiten, Feuerlöscher von 1923 und Einsatzszenen locken Besucher - 07.10.2013 09:19 Uhr

Keine Frage: Die Dienstkleidung der Feuerwehrmänner ist heute komfortabler. Felix Schanzmann von der Berufsfeuerwehr zeigt Rainer Gründel von der N-Ergie (li.) und Bürgermeister Horst Förther ein Exponat.

Keine Frage: Die Dienstkleidung der Feuerwehrmänner ist heute komfortabler. Felix Schanzmann von der Berufsfeuerwehr zeigt Rainer Gründel von der N-Ergie (li.) und Bürgermeister Horst Förther ein Exponat. © Giulia Iannicelli


Womit hat man wohl im 17. Jahrhundert ein Feuer gelöscht? Wie sah in den 1970er Jahren das Rechenzentrum der Feuerwehr aus, in dem die Notrufe eingingen? Was für eine Kopfbedeckung trug ein Feuerwehrkommandant zu Zeiten der Reichsgründung 1871?

Museum wurde für 10000 Euro umgestaltet

Wer Antworten auf diese Fragen sucht, muss in den Dachboden der Feuerwache 3 am Jakobsplatz gehen. Demnächst macht das Feuerwehrmuseums nach eineinhalbjähriger Umgestaltung wieder auf. Dubletten wurden entfernt, neue Exponate hineingestellt, alte und abgenutzte aufpoliert.

Neu ist zum Beispiel die Sammlung von Feuerlöschern, der älteste von ihnen aus dem Jahr 1923. In einer anderen Ecke steht die Notrufzentrale der Wehr aus dem Jahr 1978. Der Besucher kann den Prozess vom Eingang des Anrufs bis zur Abfahrt des Rettungsfahrzeuges nachempfinden.

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Allerlei Historisches gibt es im Feuerwehrmuseum der Feuerwache 3 am Jakobsplatz 20 in Nürnberg zu bestaunen. Jeden ersten Samstag im Monat gibt es knallgelbe Taucheranzüge, schwere Stahlhelme und silberne Schutzanzüge für jeden kleinen und großen Fan der Feuerwehr zu bestaunen.


Auch die Einsatzkleidung hat  sich deutlich gewandelt. Hans Höcherl, stellvertretender Museumsleiter, zeigt auf eine Weste, die die Feuerwehrleute bis in die 90er Jahre trugen: „Die konnte sich beim Löschen leicht entzünden.“ Beim Nachfolgemodell drohe das dank der Wasserdampfsperre nicht mehr. Denn diese hält die Hitze ab.

Mit Plastikfiguren stellt das Museum die Bandbreite brenzliger Situationen dar, in denen die Einsatzkräfte helfen: Eine Figur schneidet mit einer Rettungsschere ein verunglücktes Auto auf, eine andere macht sich in mit Schutzanzug auf den Weg in ein brennendes Haus.

Der Umbau des Feuerwehrmuseums hat ungefähr 10000 Euro an Materialkosten verschlungen. Rund 1000 Arbeitsstunden haben die Mitarbeiter in die Umgestaltung investiert. Den Großteil des Geldes hat der Förderverein bereitgestellt, auch die N-Ergie hat gespendet.

Wenig Platz

Durch die Entfernung von Dubletten ist mehr Platz im Museumsraum als früher. Und dennoch ist es vielfältiger geworden. Doch es bleibt ein Wermutstropfen, sagt Bürgermeister Hans Förther, der zur Eröffnungsfeier gekommen ist: „Es wäre schön, wenn das Museum mehr Fahrzeuge zeigen könnte.“ Denn wer an die Feuerwehr denke, habe zuerst die Einsatzfahrzeuge im Kopf. Doch für diese reicht in der Feuerwache 3 der Platz nicht.

So kann das Museum nur Modelle der Fahrzeuge in Matchbox-Format zeigen. Am Tag der offenen Tür der Stadt am kommenden Sonntag, 13. Oktober, ist das Museum erstmals nach dem Umbau wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Danach öffnet es wieder an jedem ersten Samstag im Monat für Kleingruppen.

Weitere Informationen unter:
www.feuerwehrmuseum-nuernberg.de
 

Philipp Demling

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