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Neues Carsharing-Projekt startet in St. Johannis

Ein Auto für alle - Hoher Parkdruck soll verringert werden - 05.02.2016 08:00 Uhr

Eine Premiere: Patricia Maksimovic von der WBG probiert mit der Schlüsselkarte das neue Carsharing-Auto in St. Johannis aus.

Eine Premiere: Patricia Maksimovic von der WBG probiert mit der Schlüsselkarte das neue Carsharing-Auto in St. Johannis aus. © Peter Romir


Der rote VW up steht direkt vor dem Eingang der Diakoniestation St. Johannis in der Wehefritzstraße. WBG-Mitarbeiterin Patricia Maksimovic ist etwas skeptisch, als sie testweise versucht, das Auto zu öffnen, indem sie eine Benutzerkarte an die Windschutzscheibe hält. Doch dann ist sie erleichtert: "Das geht ja einfacher als gedacht."

Der Volkswagen ist das Herzstück des Modellprojekts "bewegt.wohnen", das die WBG in St. Johannis startet. Zusammen mit der VAG und dem Carsharing-Anbieter Greenwheels wurde ein Paket geschnürt, das den Parkdruck im Viertel verringern soll und den Bewohnern mehrere "Mobilitätsbausteine" anbietet: So erhält jeder wbg-Mieter auf Wunsch eine VAG-Ermäßigung von zehn Euro pro Monat auf ein Jahresabo, eine Zugangskarte für den Sharing-Wagen sowie 25 Euro Startguthaben bei Greenwheels.

Und damit kommt man schon ziemlich weit: "Die Nutzung unserer Autos kostet 1,99 Euro die Stunde und 24 Cent pro Kilometer", erklärt Greenwheels-Geschäftsführer Alexander Hinz. "Benzin, Versicherung, Reparaturen zahlen dagegen wir. Und eine Mitgliedsgebühr gibt es auch nicht." Einziger Nachteil: Das Auto muss reserviert und nach der vereinbarten Zeit wieder am Standort vor der Diakoniestation abgestellt werden.

In St. Johannis scheint der Plan aufzugehen. Schon in der ersten Woche meldeten sich drei Nutzer an. Und: Das Projekt ist nicht auf WBG-Mieter beschränkt: "Jeder in St. Johannis kann kostenlos Mitglied bei Greenwheels werden", erklärt Schekira. "Nur die speziellen Vorteile, wie das Startguthaben und die VAG-Ermäßigung gibt es für unsere Mieter."

Für die lohnt sich die Sache auch, wenn sie gar nicht Auto fahren wollen: Die zehn Euro Ermäßigung gibt es nämlich auch, wenn man keine Greenwheels-Karte beantragt. 

Peter Romir

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