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Nürnbergs Bürger befürworten drei Mammutprojekte

Umfrage zu den Themen Kulturhauptstadt, Frankenschnellweg und Volksbad - 17.06.2016 06:00 Uhr

Die Mehrheit der Nürnberger spricht sich für einen Ausbau des Frankenschnellwegs aus. © Grafik: Stadt Nürnberg


Knapp 30 Prozent stimmen einer Bewerbung als Kulturhauptstadt für das Jahr 2025 "voll und ganz" zu, weitere 26,6 Prozent stimmen "eher zu". Auf komplette Ablehnung trifft der mindestens 50 Millionen Euro teure Titelkampf lediglich bei 8,4 Prozent, weitere 12,7 Prozent der Befragten stimmen "eher nicht zu".

Damit liegt erstmals ein Meinungsbild der Bevölkerung vor. Befragt wurden anlässlich des Tages der Marktforschung über 500 Nürnbergerinnen und Nürnberger, im Zeitraum zwischen dem 2 und dem 10. Juni. Auftraggeber der Umfrage war die Initiative Markt- und Sozialforschung, die Fragen wurden gemeinsam mit den Nürnberger Nachrichten erarbeitet.

Die relativ breite Zustimmung dürfte der Bewerbung als Kulturhauptstadt Auftrieb verleihen. Bislang hat der Stadtrat zwar sein grundsätzliches Ja für die Vorbereitung einer Bewerbung signalisiert, im Herbst bedarf es aber erneut einer Mehrheit in dem Gremium, um das Vorhaben offiziell auf den Weg zu bringen.

Interessant sind auch die beiden andere Themenkomplexe, die in der Umfrage enthalten sind: Für die Sanierung des Volksbades (62,2 Prozent) gab es eine deutliche Unterstützung, lediglich 7,7 Prozent halten überhaupt nichts davon, weitere 9,9, Prozent stehen den Plänen eher skeptisch gegenüber.

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Für den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs gibt es eine noch deutlichere Unterstützung. Eine absolute Mehrheit aller Befragten (51 Prozent) stimmt einem Ausbau "voll und ganz zu", weitere 16,2 Prozent stimmen "eher zu". Unentschieden sind 20,2 Prozent, lediglich 4,1 Prozent lehnen die Ausbaupläne, die insgesamt weit über eine halbe Milliarde Euro verschlingen werden, komplett ab. "Eher nicht zu" stimmen 8,2 Prozent der Befragten.

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Für Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel (SPD) vor allem ein klares Signal an die Gegner des Straßenbauprojekts, ihren Widerstand "gegen den Bürgerwillen" endlich aufzugeben. Derzeit befasst sich der Europäischen Gerichtshof mit der Klage des Bund Naturschutz gegen Ausbaupläne. 

Michael Husarek

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