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NZ-Klinikcheck: Wo werden Frühchen am besten versorgt?

Neben medizinischen Kriterien werden auch Patienteneinschätzungen abgefragt - 05.08.2017 06:00 Uhr

"Von klein auf fertige Menschen mit eigenem Charakter": Mama Ines Stark (links) sieht genau zu, wie Chefarzt Jens Klinge und Oberärztin Ulrike Walther (rechts) ihr Töchterchen Luna untersuchen. Hinten Stationsleiterin Monika Roggatz. © Hans-Joachim Winckler


Und außerdem geht es um die Frage: In welcher Klinik in der Region werden Frühchen am besten versorgt? Wo fühlen sich Eltern am besten aufgehoben? Gesamtsieger unter fünf bewerteten Kliniken wurde das Klinikum Fürth.

Nur knapp dahinter landeten das Klinikum Nürnberg Süd, das Klinikum Bamberg (Betriebsstätte am Bruderwald) und die Cnopf´sche Kinderklinik (Klinik Hallerwiese Nürnberg).

"Neonatologie ist Teamarbeit", sagen die Mediziner der Klinik für Kinder und Jugendliche des Klinikums Fürth und meinen damit nicht nur Ärzte und pflegerisches Personal, sondern auch die Eltern. Denn der Körperkontakt des Babys zu Mama und Papa ist essenziell für dessen weitere Entwicklung.

Frühchen-Eltern empfehlen Fürth weiter

Neben medizinischen Kriterien wie der Sterblichkeit während des Krankenhausaufenthalts beruht der NZ-Klinikcheck auch auf Patientenumfragen. 80 Prozent der Eltern von Frühgeborenen empfehlen das Klinikum Fürth weiter. Dies ist zwar der insgesamt zweitbeste Wert, liegt jedoch deutlich hinter dem Universitätsklinikum Erlangen, das mit 87 Prozent am besten abschneidet, obwohl es sonst hinter den anderen Häusern liegt.

"Ziel unserer Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt Prof. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement. In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten.

Im NZ-Klinikcheck schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab.

Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten. Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann."
 

Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck hier. 

Melanie Scheuering

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