Montag, 24.09.2018

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Allersberger zieren die Wände St. Sebastians

Michael Weingärtner nahm Einwohner als Vorbilder für Wandgemälde - 16.06.2018 16:45 Uhr

Petra Schmidt-Lerzer (li.) erläutert den Inhalt der Totentanz-Szene am Feld. © Eva Schultheiß


Nach Informationen zu Bau und Historie des kleinen Gotteshauses nahm die Gästeführerin vor allem das Wandgemälde "Der Totentanz" in den Fokus, das sich über alle Seiten des Kirchleins ausbreitet.

Dieses war 1945 instand gesetzt worden. Michael Weingärtner aus Pfaffenhofen an der Ilm malte es aus. Er, der die Schrecken des Krieges in Russland erlebt hatte, verarbeitete seine Eindrücke in diesem Wandgemälde.

Das Gerippe holt sie weg

Als Vorbilder wählte er Allersberger Menschen, aus deren Mitte der Tod einige mit sich nimmt – sei es ein Kind aus einer Wiege oder einen alten Mann mit Krücken. Das Gerippe holt sie weg aus der Familie, vom Straßenrand oder von der Feldarbeit – mitten aus dem Leben.

Vor allem für die Allersberger sehr faszinierend: Der Künstler hat all die Namen seiner Vorbilder festgehalten, sodass man die Gesichter den Namen von Verwandten, Freunden oder Bekannten zuzuordnen vermag. Petra Schmidt-Lerzer konnte diese bei der Führung auch benennen. 

Eva Schultheiß E-Mail

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