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Blitzermarathon: Fast alle hielten sich ans Tempolimit

Die Polizei im Landkreis Roth hatte kaum Temposünder zu beanstanden - 19.04.2017 17:22 Uhr

Polizeihauptmeisterin Verena Lukas mit der Laserpistole am Feldkreuz vor Hilpoltstein. © Foto: Tobias Tschapka


Auch die Polizeiinspektionen Roth und Hilpoltstein waren mit ihren Laserpistolen-Teams unterwegs, die PI Hilpoltstein nahm unter anderem stadtauswärts auf der Höhe des Feldkreuzes an der Rother Straße die Temposünder ins Visier. Rund eineinhalb Stunden lang wurde dort kontrolliert, ehe der "Blitzer" abmontiert wurde und es weiter auf die Landstraße zwischen Hilpoltstein und Eckersmühlen ging, denn auch außerorts sind alle Verkehrsteilnehmer angehalten, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten. Am Hilpoltsteiner Ortsausgang tat sich in der ersten Stunde nicht viel. Gerade einmal drei Autofahrer wurden herausgezogen, einer mit 71 km/h statt der erlaubten 50, einer mit 76 und einer mit 80.

Kleinere "Sünden" konnte man gleich an Ort und Stelle bei den Beamten in bar begleichen, aber auf die letzten beiden wartet nicht nur ein Bußgeld, sondern auch eine Anzeige und ein Punkt in Flensburg.

Aber eigentlich sind drei Verfehlungen in einer Stunde nicht allzu viel. "Das ist völlig akzeptabel", meint der Hilpoltsteiner Dienststellenleiter Siegfried Walbert. "Das liegt natürlich auch daran, dass wir uns beim Blitzmarathon sehr offensiv präsentieren." Damit meint er nicht nur die Stelle, an der er und sein Team gut sichtbar Position bezogen haben, sondern auch die schon von weitem zu sehende, leuchtend gelbe Jacke, die er und seine Kollegin, Polizeihauptmeisterin Verena Lukas, tragen. "Wenn man dann auch noch bedenkt, dass die Stellen, an denen heute geblitzt wird, im Vorfeld veröffentlicht wurden, dann wundert es einen schon, dass wir überhaupt jemanden erwischen", findet Walbert.

Hauptziel des Blitzmarathons sei schließlich nicht das Abkassieren von Verkehrssünder. Statt dessen wolle man den Verkehrsteilnehmern ein Bewusstsein über die Gefahren von zu schnellem Fahren vermitteln, damit sie ihr Fahrverhalten anpassen.

Das schien größtenteils geklappt zu haben: Am Nachmittag hatten die Beamten der PI Hilpoltstein auf der Staatsstraße zwischen Hilpoltstein und Allersberg in Höhe Brunnau Station bezogen. In den zwei Stunden fuhren rund 700 Fahrzeuge vorbei, und kein einziger war schneller als erlaubt.

Auch die Laserpistole der Rother Polizei meldete gestern weder an der Lände in Roth (Staatsstraße 2237) noch auf der Staatsstraße 2220 westlich von Abenberg (eine dritte Messstelle bei Rednitzhembach wurde wegen Unfalls bei Laibstadt schnell wieder aufgegeben) gravierende Tempo-Ausreißer: Bis zum späten Nachmittag wurde "keine Handvoll" Autofahrer angehalten, berichtet Inspektionsleiter André Sewald. Und: Alle waren im Verwarnungsbereich, also weniger als 20 km/h über den erlaubten 70 beziehungsweise 90. Daraus schließt Sewald: "Die Fahrer scheinen die Warnungen registriert zu haben." Der Ankündigungsaufwand habe sich gelohnt. Und wenn mancher denkt, dass es mit den Kontrollen nach dem Blitzmarathon wieder vorbei ist? "Dann", schmunzelt Sewald, "setzen wir wieder auf überraschende Zufallskontakte."

  

tts/car/wi

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