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Eine tolle Knolle

17. Röttenbacher Kartoffelmarkt war ein Magnet - 01.10.2017 17:13 Uhr

Der Obermässinger Max Netter war zwar nicht der schnellste Kartoffelschäler, die Pfanne gut schmeckender Reibekuchen (oder Kartoffelpuffer) gelang ihm jedoch nach Ansicht der Jury trefflich. © Fotos: Johann Schrenk


RÖTTENBACH — Gemeinsam mit Röttenbachs Bürgermeister Thomas Schneider moderierte Eckstein als Schirmherr den beim Publikum äußerst beliebten "Backerswettbewerb". Hier mussten die vier Kandidaten in möglichst kurzer Zeit eine Pfanne voller ansehnlicher und gut schmeckender Backers oder Baggers (Hochdeutsch: Reibekuchen oder Kartoffelpuffer) zubereiten.

Die Jury, allen voran Ute Mahl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Roth, die gemeinsam mit Michaela Padua von der Gemeinde Röttenbach diesen Kartoffelmarkt organisiert hatte, tat sich bei der Auswahl des Siegers schwer. Als Gewinner wurde schließlich der Gredinger Max Netter gekürt, obwohl er länger als alle anderen für seine vier Baggers benötigte. Zweite wurde Dr. Kristin Knorr (Zahnärztin bei der Bundeswehr in Roth) vor Röttenbachs 3. Bürgermeisterin Stephanie Schubert und Klaus Vogel. Die besten Baggers gab es allerdings vor Ort am Stand des BRK und der Landfrauen. Auch die Kartoffelsuppe beim Heimat- und Gartenbauverein gehörte zu den "Rennern" im kulinarischen Angebot des Kartoffelmarktes.

Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte Fritz Hörner, seines Zeichens Fachberater für Strukturentwicklung beim Amt für Landwirtschaft und Forsten: "Es war kein optimales Jahr für den regionalen Kartoffelanbau. Vor allem die Wetterkapriolen machten den Pflanzkartoffeln zu schaffen. Viele Pflanzen waren entweder verdorrt oder brachen unter der Last der Wassermassen förmlich zusammen.

Besonders die feinen, zartgliedrigen Pflanztypen konnten den extremen Wetterbedingungen nicht standhalten. Besser waren da die Kartoffeln vom ,Stengeltyp’ dran", so Hörner weiter. Sie besaßen eine kräftigere Statur und waren daher widerstandsfähiger.

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Kartoffelmarkt in Röttenbach: Alles dreht sich um die heimische Knolle

Regen Zulauf fand der 17. Kartoffelmarkt in Röttenbach. Besonders beliebt bei den Besuchern war der sogenannte "Backerswettbewerb", für den in diesem Jahr vier Kandidaten antraten, Max Netter jedoch als Sieger hervorging. Und auch sonst drehte sich alles um die unterschiedlichsten Kartoffelerzeugnisse.


Der Landkreis Roth nimmt dank des leidenschaftlichen Engagements von Herbert Eckstein in der Metropolregion Nürnberg eine Vorreiterrolle in der Regionalvermarktung ein. Thomas Schneider ergänzte, man habe vor 20 Jahren, als man mit diesen Konzept startete, oft nur ein müdes Lächeln geerntet. Heute nimmt der Anteil von Direktvermarktern gegenüber dem Vertragsanbau ständig zu. Hörner führt dies auch auf die vielfältige Bodenstruktur des Landkreises und die Nähe zur Großstadt zurück.

Der Landkreis Roth bietet für den Kartoffelanbau die sandigen, und daher leicht bearbeitbaren Böden mit den Schwerpunkten um Abenberg, Georgensgmünd und Röttenbach. Daraus, so der Pflanzkartoffelfachmann aus Markt Berolzheim, "resultiert auch die schöne Form jeder einzelnen Kartoffel, die zudem "trockenhold" ist und damit die trockenen Böden gut verträgt. Doch auch das hat seine Grenzen, wie man im vergangenen Jahr bei der extremen Hitze gesehen hat." Da die Kartoffel nicht viel Dünger benötige und ihr Anbau extensiv betrieben werden könne, sei es möglich geworden, eine derart große Vielfalt an Sorten zu züchten.

32 davon waren im Festzelt ausgestellt und mit ausführlichen Informationen dokumentiert. Neben Fritz Hörner standen den Besuchern auch Heiner Bub, Kartoffelbauer aus Aurau bei Büchenbach, und Hauswirtschaftsreferentin Sarah Böhm vom Landwirtschaftsamt Roth für Fragen zur Verfügung. Fritz Hörner brachte den regionalen Kartoffelmarkt auf den Punkt: "Der Landkreis ist mit seiner Artenvielfalt und der großen Dichte an Direktvermarktern für die Kartoffelverbraucher ein wahrer Garten Eden!".

  

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