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Sonntag, 23.09.2018

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Genug Schlaf für den Sieg im Läufer-Cup

Der frischgebackene Vater Sven Ehrhardt gewinnt mit dem Hilpoltsteiner Burgberglauf sein achtes Rennen - 05.08.2018 19:17 Uhr

Vom Start weg belauerten sich die Königskandidaten. Tisch Frisch (583), Matthias Seitz (597) und Florian Lang (613) brachten sich gleich in Position. Anne Kesselring (593) hängte sich dran, während sich Sieger Sven Erhardt (mit Bart) und Stefan Böllet (552) aus dem Getümmel raushielten. Ganz links Sebastian Frisch, der sich an die Besten dranhängte und als Vierter finishte. © Foto: Giurdanella


Mit dem achten Sieg bei seinem achten Start hat Sven Ehrhardt den Gesamtsieg beim Läufercup vorzeitig perfekt gemacht. Auch das ein Grund, um in Hilpoltstein anzutreten: "Jetzt ist der Druck weg und ich kann mich ganz meinem Saisonziel widmen, einem Marathon." Die Vorbereitung darauf ließ ihn in Hilpoltstein zum überlegenen Sieger werden. Nach dem Sprint den Burgberg hoch, an dem er sich nicht beteiligte, übernahm er die Führung und zog zwei schnelle Runden bis ins Ziel durch. "Die zweite Runde war der anstrengend, aber hintenraus machte sich das Marathon-Training bezahlt."

Seinem Herbst-Marathon in Berlin kann sich nun auch der entthronte Läufer-Cup-Sieger der vergangenen Jahre widmen, Stefan Böllet vom TSV Pavelsbach. Er hatte sich rechtzeitig angemeldet und wurde nicht nur von Ehrhardts Nachmeldung überrascht. Seinen dritten Rang in Hilpoltstein sieht er als gute Vorbereitung auf den Marathon: "Das war ein hohes Tempo. Jetzt kommt noch der Stadtlauf in Neumarkt, dann bin ich in Berlin dabei."

Vor den Pavelsbacher schob sich ein HIP-Neuling namens Florian Lang, der eigentlich gekommen war, um den Kasten Bier der Bergwertung zu gewinnen. Auf den Trichter hatte den Mittelstreckler vom LSC Höchstadt/Aisch die erneute Damensiegerin Anne Kesselring gebracht, mit der er in der 800-m-Trainingsgruppe Höchstadt/Erlangen öfter zusammenkommt: "Da gibt’s was zu holen." Die Aussichten vor dem letzten Anstieg waren nicht schlecht, doch er ließ sich beim Sprint überrumpeln und holte sich dann wenigstens noch einen zweiten Platz, fast zwei Minuten hinter Ehrhardt und sechs Sekunden vor Böllet, der seine Siegerzeit vom vorigen Jahr um eineinhalb Minuten hinterherlief.

Natürlich Kesselring

Bei den Frauen gewann wieder Anne Kesselring, die sich im vorigen Jahr von Rebecca Robisch hatte schlagen lassen müssen. Burgbergkönigin wurde sie zum dritten Mal in Folge – und das kann in den nächsten Jahren so weitergehen. Die für das LAC Fürth startende 800-m-Spezialistin fühlt sich nämlich in Hilpoltstein durchaus zuhause: "Ich habe meine Familie hier, Tante und Onkel wohnen in Hilpoltstein, der Rest in Meckenhausen. Die Hälfte davon läuft auch heute mit."

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Kesselrings Vereinskollegin Christine Ramsauer wurde zufriedene Zweite, anders als vor einer Woche beim heimischen Allersberger Kirchweihlauf, wo sie sich von der Thalmässingerin Kim Korber hatte abfangen lassen. "Das war eine Lektion. Heute habe ich mich mindestens 100 Mal umgedreht, damit mir das nicht noch einmal passiert." Die Verrenkungen waren nicht unbedingt notwendig, denn die Drittplatzierte Christina Schöll vom TV Hilpoltstein 24 Sekunden zurück und damit außer Sichtweite.

Beim Hobbylauf machte der für die TSG 08 Roth startende Alexander Köhn auf sich aufmerksam. Er lag nach einer Runde knapp hinter Sven Ehrhardt, absolvierte die 3800 Meter in 12:33 Minuten und war damit mehr als zwei Minuten schneller als Ralf Throm vom Team Erdinger Alkoholfrei. Die Lokalmatadoren Werner Schedlbauer und Thomas Obermaier (TV Hilpoltstein) folgten.

Teil eins des Ausdauerwettkampfes hatte die Meldestelle zu bewältigen. Nachdem der Andrang unter der Woche noch mau war, gingen kurz vor dem Start die Zettel für die Nachmeldungen aus. Bei 72 Nachmeldungen verdoppelte sich das Feld des Hauptlaufes fast, Hobbylauf (13), Schüler 1 (12) und Bambini (19) legten auch noch ordentlich zu. 

PAUL GÖTZ

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