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Dienstag, 25.09.2018

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Heideck zeigt Verbundenheit zum Bundeswehrstandort Roth

Traditionell zum Heimatfest: Gelöbnis und Vereidigung von 58 Soldatinnen und Soldaten - 17.07.2018 16:00 Uhr

Fast 60 Soldatinnen und Soldaten legten am Heidecker Sportplatz ihr Gelöbnis ab, beziehungsweise wurden vereidigt. Sie hatten erst vor wenigen Tagen ihren Dienst in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth angetreten. © Foto: Manfred Klier


58 Offiziersanwärterinnen und -anwärter, 20 freiwillig Wehrdienstleistende und neun Soldatinnen und Soldaten auf Zeit der Laufbahngruppe der Mannschaften waren zum feierlichen Gelöbnis, beziehungsweise zur feierlichen Vereidigung, auf dem TSV-Sportplatz in Heideck angetreten. Erst am 2. Juli 2018 hatten sie alle ihren Dienst in der Bundeswehr am Standort Roth begonnen. Unter der Stabführung von Oberstabsfeldwebel Bernd Sieg begleitete das Heeresmusikkorps Veitshöchheim die Feier musikalisch.

Major Patrick Ehret, stellvertretender Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, hieß die Angetretenen, ihre Angehörigen und die große Anzahl der Ehrengäste aus der Politik und der Kirche willkommen. Am weitesten waren die Angehörigen von Fliegerin Franziska Polikeit angereist, nämlich aus dem 830 Kilometer entfernten Großenwiehe in Schleswig-Holstein.

8. für 7. Kompanie

Anstelle der 7. Kompanie, des eigentlichen Patenschaftsbataillons, war die neu aufgestellte 8. Kompanie gekommen. Die 7. Kompanie wird nämlich am 20. Juli zum Jahrestag des Attentats auf Hitler das Gelöbnis vor dem Verteidigungsministerium in Berlin ablegen. Major Ehret sprach in seiner Begrüßungsrede von "einem besonderen Rahmen an einem besonderen Ort" und meinte damit die gastgebende Stadt Heideck. Es sei wichtig, dass Gelöbnisse nicht hinter Kasernenzäunen, sondern in der Öffentlichkeit stattfänden, um damit die Verwurzelung der Bundeswehr mit Staat und Gesellschaft zu zeigen. Das Bekenntnis "Wir.Dienen.Deutschland" werde durch das Engagement der Soldatinnen und Soldaten jeden Tag aus Neue mit Leben erfüllt. "Wir können stolz auf unsere Soldaten und das von ihnen Geleistete sein", stellte er fest. An die "Kameradinnen und Kameraden" gewandt, sagte Major Ehret: "Sie leisten mit Ihrem Gelöbnis, beziehungsweise Diensteid, das Versprechen, für die Werte unserer freiheitlichen Verfassung einzustehen."

Bürgermeister Ralf Beyer versprach, dass trotz aller Veränderungen die Verbundenheit der Heidecker Bürger zu "ihren" Soldaten geblieben sei. Er freue sich, dass es nun mit dem Standort Roth wieder aufwärts geht und er freue sich, im nächsten Jahr wieder beide Rother Kompanien hier willkommen heißen zu dürfen. Bürgermeister Beyer erinnerte die Rekrutinnen und Rekruten daran, dass sie sich mit ihrem Treuebekenntnis verpflichten, die Bundesrepublik Deutschland tapfer zu verteidigen, notfalls auch unter Einsatz ihres Lebens. Das sei für nicht wenige Soldaten bei Auslandseinsätzen bittere Wahrheit geworden. Umso wichtiger sei es, dass die Politik und die Bevölkerung hinter der Bundeswehr stehen.

Nach dem Frankenliedmarsch trat Dr. Beda Maria Sonnenberg OSB, Abt der Benediktinerabtei Plankstetten, ans Rednerpult, um die Gelöbnisrede zu halten. Im Mittelpunkt stand dabei der Begriff "Lebensglück". "Unser höchstes Gut ist die Freiheit", begann er. Jeder Bundesbürger dürfe seine Persönlichkeit frei entfalten, wie es im Grundgesetz niedergeschrieben sei. Staatsziel sei das individuelle und das gemeinsame Glück der Menschen in der Gesellschaft. Mit dem Gelöbnis sei die Verpflichtung verbunden, das Lebensglück gegen alle feindlichen Angriffe von außen zu verteidigen, nämlich das eigene und das Glück der anderen. "

Nach dem Fliegermarsch traten die Abordnungen mit der Truppenfahne vor. Nachdem die Bayernhymne verklungen war, stand der Höhepunkt der Feier bevor, nämlich das Ablegen des Treuebekenntnisses. Für die freiwillig Wehrdienstleistenden lautete die Formel: "Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen, und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen." Die Soldaten auf Zeit begannen mit den Worten "Ich schwöre, …". 

MANFRED KLIER

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