Sonntag, 18.11.2018

|

Heining und Beranek gewinnen den 26. Rothsee-Triathlon

Favoriten setzten sich durch - Vier Lokalmatadoren in den Top Ten - 29.06.2014 17:58 Uhr

Tobias Heining aus Nürnberg und Anja Beranek aus Fürth gewannen am Sonntag den 26. Rothsee-Triathlon. © Salvatore Giurdanella


Tags zuvor hatte sich Tobias Heining einen ordentlichen Rüffel von seinen Teamkameraden vom SV 05 Würzburg eingefangen, denn beim Rennen der 2. Bundesliga Süd hatte der Topfavorit des 26. Memmert-Rothsee-Triathlons ein klein wenig das Gas rausgenommen und sich mit Rang 16 in der Einzelwertung begnügt.

Schließlich wollte er für den Hauptwettkampf fit sein, und diese Kalkulation ging denn auch auf. Der 25-jährige Nürnberger feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg, was denn auch seine Würzburger Kollegen wieder ein wenig versöhnte.

„Es ist genau so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte“, freute sich Tobias Heining, der 1:57:02 Stunden für 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen benötigte und sich damit auch den Titel des mittelfränkischen Meisters sicherte. Trotz alles anderer als optimaler Wetterbedingungen war der neue Rothsee-König rund zwei Minuten schneller als Florian Fink bei seinem Sieg im vergangenen Jahr gewesen. Heining, der Elektro- und Informationstechnik studiert und mit einer Profi-Karriere liebäugelt, war vom Veranstalter wegen seiner Favoritenrolle mit einer goldenen Badekappe ausgestattet worden und wurde diesem Status von Anfang an gerecht.

Bilderstrecke zum Thema

Rothsee-Triathlon-Festival: Beranek und Heining triumphieren

Am Sonntag fand die 26. Auflage des Rothsee-Triathlons statt. So viele Teilnehmer wie noch nie nahmen die olympische Distanz in Angriff. Bei den Frauen setzte sich mit Anja Beranek die Favoritin durch.


Er stieg nach 17:50 Minuten als Erster aus dem Wasser, fuhr mit 1:05:45 Stunden die schnellste Radzeit des Tages und schaffte am Ende mit 33:27 Minuten auch die beste Laufzeit sämtlicher Starter.

So bestritt die Konkurrenz von Anfang an nur ein Rennen um den zweiten Platz, und den sicherte sich Lokalmatador Fabian Conrad vom Team Arndt, der nach 1:58:39 Stunden die elektronische Zielschranke passierte. Auch diese Platzierung war keine große Überraschung, zumal es diese Reihenfolge schon mehrmals in diesem Jahr gegeben hat. „Bis jetzt hat er mich immer geschlagen“, räumte Conrad freimütig ein und war deshalb auch „super zufrieden“ mit seiner Platzierung, die eine gelungene Generalprobe für den Challenge Roth in drei Wochen darstellt. Als Triathlet, der sich auf die Langdistanz konzentriere, fehle ihm ein wenig die Spritzigkeit, um mit Heining mithalten zu können.

Alle anderen Kontrahenten konnte der 28-jährige Student aus Haimpfarrich jedoch sicher auf Distanz halten: Der Drittplatzierte, Sebastian Bleisteiner vom Team Memmert, finishte nach 2:01:34 Stunden, war also gut drei Minuten länger unterwegs gewesen. Und selbst einen ehemaligen Hawaii-Sieger konnten Heining und Conrad sicher auf Distanz halten: Thomas Hellriegel musste sich diesmal mit Rang sechs (Gesamtzeit 2:02:42) begnügen, obwohl er nach dem Schwimmen mit einer Zeit von 18:00 Minuten als einer der ersten in die Wechselzone trabte.

Hinter „Mr. Rothsee“ Marcus Schattner, der als Siebter der Gesamtwertung ins Ziel lief, kamen drei weitere Starter aus der Region in die Top Ten: Michael Seitz als Achter war diesmal der Schnellste des La Carrera TriTeams Rothsee, dahinter folgten mit Benedikt Reitwießner aus Freystadt und Tobias Matulla aus Roth zwei Cracks des Team Arndt, das sich souverän den Sieg in der Mannschaftswertung sicherte. Zwischen Fabian Conrad, Reitwießner und Matulla hatte sich mit Bernd Hagen als Fünftplatzierter nämlich noch ein vierter Starter dieses Firmenteams unter den ersten Zehn platziert.

Bilderstrecke zum Thema

Schweißtreibender Start: Das Rothsee-Triathlon-Festival

Startschuss für die Triathlon-Saison im Landkreis Roth: Am Wochenende fand das Rothsee-Triathlon-Festival statt - einer der Höhepunkte dabei war natürlich die 26.Auflage des Rothsee-Triathlons am Sonntag.


Die männlichen Topstarter mussten aufpassen, dass sie von Anja Beranek nicht „gechicked“ wurden – so der scherzhafte Fachausdruck im Triathlon, wenn ein Vertreter des starken Geschlechts von einer weiblichen Starterin überholt wird. Gerade mal 16 Männer lagen am Ende vor der Fürther Spitzentriathletin, die von Anfang an ein extrem einsames Rennen absolvierte. Mit ihrer Siegerzeit von 2:06:19 Stunden hatte die für den TV 48 Erlangen startende Beranek am Ende einen Vorsprung von fast zehn Minuten auf die zweitschnellste Frau, Astrid Zunner von TriStar Regensburg (2:16:02) herausgeholt.

Die Topfavoritin war mit den schnellsten Männern aus dem Wasser gestiegen und baute dann auf dem Rennrad ihre Führung kontinuierlich aus, obwohl sie wegen einer noch nicht ganz ausgeheilten Verletzung im Fuß nicht Vollgas gab. Das musste ja auch nicht sein, denn der erwartete Sieg war der 29-jährigen Profi-Triathletin schon nach den 42 Radkilometern nicht mehr zu nehmen. Und auch der Großteil des Männerfeldes war keine wirkliche Herausforderung für Anja Beranek.

Im Kampf um den zweiten Platz zu einem packenden Finish zwischen Astrid Zunner und Angela Kühnlein von der TSG 08 Roth. Am Ende trennten die beiden Kontrahentinnen gerade mal sechs Sekunden, und im Zielbereich musste sich die völlig ausgepumpte Siegerin dieses Schluss
spurts erst mal einige Minuten hinlegen, bis sie wieder einigermaßen bei Kräften war.  

André Ammer (Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung)

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Roth