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Hilpoltstein hofft auf die schwarz-gelben Wand

Tischtennis, 2. Bundesliga: TV will im Heimspiel gegen Jülich Revanche - 17.03.2017 17:29 Uhr

Beim Final Four beeindruckten die Hilpoltsteiner Fans als schwarz-gelbe Wand ganz Tischtennis-Deutschland (Bild). Mit ihnen und einem Riesen-Plakat will der TV die Pokalatmosphäre in die Stadthalle holen.

Beim Final Four beeindruckten die Hilpoltsteiner Fans als schwarz-gelbe Wand ganz Tischtennis-Deutschland (Bild). Mit ihnen und einem Riesen-Plakat will der TV die Pokalatmosphäre in die Stadthalle holen. © Hans Pühn


Eine 1:6-Schlappe im Gepäck mussten Flemming und Co. in der Vorrunde 500 Kilometer weit frustriert nach Hause schleppen. Dabei hatten sie sich drei Stunden lang tapfer gewehrt. Selbst Jülichs Trainer Miroslaw Broda, ein ehemaliger deutscher Meister, sagte nach dem Spiel: "Das war viel knapper, als es das Ergebnis besagt".

Doch im Tischtennis geben oft Kleinigkeiten den Ausschlag für Sieg oder Niederlage. Insofern gehen die Hilpoltsteiner durchaus optimistisch in das Match gegen die Spitzenmannschaft von der belgischen Grenze. Zumal Jülich nach der jüngsten Niederlage gegen den Meister TSV Bad Königshofen auf einen der besten Spieler der Liga freiwillig verzichtet: Den Japaner Yoshihiro Ozawa (13:5-Siege) haben sie am Wochenende "wegen mehrfacher Disziplinlosigkeiten" (Manager Arnold Beginn) mit sofortiger Wirkung suspendiert – in der Tat eine Schwächung des letztjährigen Vizemeisters.

In der Vorrunde hatte Nico Christ den einzigen Punkt geholt – gegen Martin Allegro, das 20-jährige Supertalent aus Belgien, das nach 9:4-Siegen in der Vorrunde seit der Rückrunde im vorderen Paarkreuz spielen darf (3:5). Dort gehört dessen Landsmann Lauric Jean (16:12) an einem guten Tag zu den Stars der Liga. Gegen Hilpoltstein hat er jedenfalls noch nie verloren. Doch Alexander Flemming (15:12) und Petr David (14:9) zählen mittlerweile zur Elite der stärksten 2. Bundesliga aller Zeiten. Im vorderen Paarkreuz liegen sie derzeit gemeinsam an dritter Stelle.

Dickhardt im Höhenflug

Die steilste Entwicklung zeigt Hilpoltsteins Nummer Vier, Dennis Dickhardt. Der Pilot der Suisse Air entwickelte sich mit 7:0 Siegen zum Überflieger der Rückrunde – auch bei den deutschen Meisterschaften wurde er nach fünf Siegen hintereinander erst im Viertelfinale von Weltstar Timo Boll gestoppt. Gegen den Jülicher Aufschlagkünstler Hermann Mühlbach (4:3) und den ehemaligen slowakischen Weltklasse-Akteur Petr Sereda (6:5) hat Dickhardt (11:8) ebenso wie sein Paarkreuz-Kollege Nico Christ (11:11) durchaus eine Chance, für ihre Mannschaft den "Weg nach oben" fortzusetzen. Hilpoltstein hat sich auf Tabellenplatz sechs vorgekämpft. Allerdings stehen in den drei letzten Saison-Spielen nach Jülich noch zwei Heim-Duelle gegen die Duelle gegen Bad Königshofen und Bad Homburg (Platz fünf) an. Auswärts trifft der TV noch auf Passau (Platz vier) — alles attraktive Gegner.

Wären da noch die vorentscheidenden Doppel: Mindestens ein Sieg ist notwendig, wenn die Hilpoltsteiner im Match bleiben wollen. Der sollte drin sein. Vor allem, wenn die Fans wie vom Verein gebeten im neuen Fan-Trikot erscheinen und wie beim Final Four wieder eine "schwarz-gelbe Wand" bilden. Ein großes Plakat vom Pokal-Erlebnis in Neu-Ulm soll ebenfalls Auftrieb geben.

Liveticker unter www.tvhiptt.de

  

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