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Im Regenwald "geackert"

Allersbergerin Anne Hanika half bei Aufforstung in Brasilien - 14.09.2017 16:17 Uhr

Anne Hanika gehörte zu einer Freiwilligengruppe, die in mühevoller Handarbeit im Tropenwald 3000 Bäume mit anpflanzte. © Foto: Hanika


Lediglich sieben bis zwölf Prozent der tropischen Mata Atlântica sind in Fragmenten noch intakt. Dabei ist er der artenreichste und gleichzeitig am stärksten bedrohte Regenwald des Planeten. Zugleich aber schreitet die Zerstörung weiter voran. Die Aufforstungen von AMAP sind neben Wald- und Klimaschutz auch dringend notwendig, um den Lebensraum der weltweit nur dort vorkommenden und von der IUCN als stark gefährdet eingestuften Goldkopflöwenäffchen zu sichern. Der Schutz dieser bedrohten Art steht symbolisch für die Ziele von AMAP.

Anne Hanika aus Allersberg ist eine von über 40 Freiwilligen im Alter zwischen 18 und über 50 Jahren. Sie war für drei Wochen vor Ort und pflanzte gemeinsam mit Landarbeitern und Fachkräften Tropenwald. "In den vergangenen Wochen hat AMAP mit Freiwilligen über 3000 Bäume gepflanzt, die zum Teil schon über Baumpatenschaften finanziert sind. Für die Zukunft wünsche ich mir die Entstehung eines ‚Allersberger Wäldchens‘ als Heimat für die Goldkopflöwenäffchen und rufe die Allersberger dazu auf, unsere Aktion zu unterstützen und sich als Baumpate bei AMAP einzutragen", erklärte sie.

AMAP (Almada Mata Atlântica Project) ist eine gemeinnützige Naturschutzorganisation mit Sitz in Marburg und Ilhéus. Direkt unterstützt werden kann AMAP mit einer persönlichen Baumpatenschaft unter www.amap-brazil.org. Jeder Baumpate erhält eine auf seinen Namen ausgestellte Baumpatenurkunde mit Identifikationsnummer des Baumsetzlings, den GPS-Koordinaten der Aufforstungsfläche und regelmäßiger Information über den Verlauf der Aufforstungen. Die Aufforstungsflächen werden beim brasilianischen Staat als Schutzgebiet angemeldet und stehen unter direkter Verwaltung von AMAP.

"Ohne Freiwillige wie Anne Hanika und ohne finanzielle Unterstützung durch Förderer und Baumpaten wäre ein solches Aufforstungsprojekt zur Sicherung des Lebensraumes des Goldkopflöwenäffchens kaum möglich. Ein sich veränderndes Klima und zunehmender Verlust der Regenwälder der Mata Atlântica machen die Arbeit von AMAP vor Ort unverzichtbar", so Leonardo Oliveira von der Universität in Rio de Janeiro.

Weitere Infos und Kontakt: Achim Gresser, Vorsitzender AMAP e.V., i www.amap-brazil.org 

st

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