Dienstag, 20.11.2018

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Jahrhundertsommer freut die Freibäder

Das heiße Wetter schlägt sich auch in den Besucherzahlen nieder — Hoffnung auf einen warmen September - 29.08.2018 06:00 Uhr

Rückwärtssalto. Dieser akrobatische Badegast hatte in diesem Jahr in Thalmässing viele Möglichkeiten ins Freibad zu gehen und weiter an seiner Technik zu feilen. © HiZ-Archiv/Foto: Tobias Tschapka


Kurz und bündig fällt das Fazit des Allersberger Schwimmmeisters Ludger Harbke zur Bilanz der bisherigen Badesaison aus: "Geil!" Trotz des "stark reduzierten Betriebs" – maximal 1500 Besucher werden eingelassen, Springerturm und -becken sind gesperrt (wir berichteten) – sei die Saison bis dato hervorragend gelaufen.

"Wir hatten einen sehr hohen Zulauf von Familien und Erholungssuchenden, was wahrscheinlich auch auf unsere parkähnliche Anlage zurückzuführen ist", erklärte Harbke. Zwischen 1000 und 1300 Besuchern hätten täglich die Kasse passiert. Eine erstaunlich hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass im sanierungsbedürtigen Allersberger Schwimmbad eigentlich "nur" Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Kinderbecken zur Verfügung stehen.

Doch Schwimmmeister Harbke ist guter Dinge, dass schon im Herbst die Sanierung der Freizeiteinrichtung in Angriff genommen werden könnte, oder zumindest die Planungsphase für das über zehn Millionen Euro geschätzte Projekt starten könne.

Auch Matthias Schubert, der Badbetriebsleiter des Rother Freibads wirkt fast noch ein wenig euphorisiert, wenn er über die Zahlen des diesjährigen Sommers spricht. "Wir können es schaffen, die 150 000er-Marke zu knacken", sagt er. Nur noch 8000 Besucher seien dafür notwendig, bislang haben seit April 142 000 Badegäste das Freizeitbad besucht. Alleine im August waren es knapp 41 000.

"Wir sind sehr gut dabei. So kann es weitergehen", sagt Schubert. Normalerweise gelte es in Roth immer, die 100 000 Besucher zu ,knacken‘", da sei man jetzt schon deutlich drüber. Das stärkste Jahr sei in der jüngeren Vergangenheit 2016 mit 115 000 Badegästen gewesen.

September-Rekord

Schubert hofft nun auf einen warmen September. Da gebe es aber immer sehr große Unterschiede. 2016 gab es den bisherigen September-Rekordwert von 17 000 Besuchern, im Jahr davor waren es allerdings nur 2600. "Ich bin guter Dinge, dass wir die 150 000 schaffen." Auch in Heideck waren die Besucherzahlen deutlich höher, berichtet Günter Herzog, der Schwimmmeister des Freibads. Bislang hätten bereits 38 000 Besucher das Bad besucht. Normalerweise seien es zwar auch immer um die 40 000 gewesen, das Bad hat aber wegen Sanierungsarbeiten erst sechs Wochen später aufgemacht.

Bis zum 15. September bleibt noch Zeit, die Zahlen weiter in die Höhe zu schrauben — so lange hat das Bad offen. Im Herbst. kommen erfahrungsgemäß weniger Leute", sagt Herzog. Wenn es nach ihm geht, könnte der Sommer aber noch länger dauern. Von den Sanierungsarbeiten in Heideck profitieren konnten das Freibad Thalmässing. "Da sind einige zu uns gekommen. Das hat man schon gemerkt", sagt Julian Karch vom Freibad Thalmässing. 36 000 Badegäste kamen in diesem Jahr. Durchschnittlich sind es in den letzten neun Jahren 22 000 gewesen. "Das ist das mit Abstand beste Ergebnis", sagt ein zufriedener Karch. Einzig der Hilpoltsteiner Schwimmmeister Fritz Taschner hätte sich noch ein wenig mehr vom Sommer erhofft. "An die Zahlen von 2003 kommen wir bei Weitem nicht ran", sagt er. Der Hochsommer in diesem Jahr habe sich gar nicht mal so sehr auf die Besucherzahlen niedergeschlagen. Etwa 70 000 sind bisher gekommen, also etwa gleich viele wie letztes Jahr. "Es war trotzdem ein gutes Jahr", sagt Taschner, schließlich war das Ergebnis des letzten Jahres auch gleichzeitig das drittbeste Ergebnis seit 2000. 

M. SCHNEIDERUND H. RÖDEL

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