Montag, 11.12. - 23:45 Uhr

|

Laibstädter Rosenkranz wird gesichert

Zwei Spezialisten arbeiten im Innenraum der Laibstädter Kirche - 27.09.2017 06:00 Uhr

Langsam und vorsichtig, damit die Deckengemälde aus dem 19. Jahrhundert nicht beschädigt werden, impft einer der Restauratoren die Kirchendecke mit Zement. So soll verhindert werden, dass sich der Putz löst. © Norbert Herler


Für zwei Spezialisten aus Heidenheim an der Brenz, die vorher für längere Zeit in der Basilika Waldsassen tätig waren, wird nun mindestens einen Monat lang ihr Arbeitsplatz in Laibstadt liegen. Durch Sichtung von feinen Rissen und durch Abklopfen der Decke prüfen sie zunächst, wo eine Befestigung der Decke notwendig ist.

In kurzen Abständen werden dann Löcher in den Putz gebohrt, in die anschließend eine mörtelähnliche Spezialmasse eingespritzt wird. Dadurch soll eine feste Verbindung der Decke mit der Lattung zustande kommen. Mit einem Herabbrechen von Deckenteilen, wie vor einigen Jahren schon passiert, ist dadurch nicht mehr zu rechnen.

Schon einmal gerettet

Besondere Vorsicht ist geboten hinsichtlich der Deckengemälde, die der Deininger Kirchenmaler Georg Lang 1887 angefertigt hat. Die fünf im Nazarenerstil gemalten Bilder zeigen den glorreichen Rosenkranz. Sie sollten bei der großen Innenrenovierung 1960 durch eine einfache holzsichtige Decke ersetzt werden.

Nachdem jedoch damals bereits der den Laibstädtern 1936 geschenkte neugotische Hochaltar sowie die Buntglasfenster mit den zwölf Aposteln zum Opfer fielen, konnten sich maßgebliche Vertreter der Kirchengemeinde gegenüber Pfarrer Max Prem durchsetzen und die mittlerweile wieder mehr geschätzten Nazarenerbilder blieben erhalten. 

nh hiz

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Laibstadt