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Mangelberger in Roth mit Innovationspreis ausgezeichnet

Firma erhält bayerischen Mittelstandspreis in der Kategorie Handwerk - 07.12.2017 19:00 Uhr

Jürgen Mangelberger hat den Bayerischen Mittelstandspreis 2017 in der Kategorie Handwerk erhalten. Jürgen Mangelberger (2.v.l.) mit den Juroren (v.l.) Laudator Peter Herreiner, Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet und EWiF-Präsident Hans Spitzner. © Foto: EWiF


Nach Meinung der Jury steht das 1949 gegründete Familienunternehmen wie kein anderer Handwerksbetrieb in Bayern für den gelungenen Wandel hin zu Industrie 4.0 und der wachsenden Digitalisierung aller Geschäftsprozesse.

Peter Herreiner, Leiter Unternehmerbank der Hypovereinsbank, hielt die Laudatio auf Mangelberger. Dessen drei Erfolgsfaktoren seien sein Glaube an innovative Lösungen und das kontinuierliche Verbessern von Prozessen, die regionale Zusammenarbeit, die auf langjährige Kooperation mit Partnern setze, und Mangelbergers Mitarbeiter. Mangelberger, so die Jury, stelle das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter ins Zentrum, weshalb er am Arbeitsmarkt auch gegen Konzerne und deren 35-Stunden-Woche punktete.

Zufall spielte mit

Der 56-Jährige übernahm 1996 den Handwerksbetrieb seines Vaters und wurde per Zufall auf das Problem einer weltweit agierenden Fastfood-Kette aufmerksam: Bis dahin wurden Elektro-Schaltanlagen individuell geplant. Mangelberger erkannte das Potential standardisierter Lösungen und erbettelte sich einen ersten Auftrag in Giesen.

Strategisch führte der Inhaber den Handwerksbetrieb mit neun Mitarbeitern zu einem internationalen Dienstleister mit aktuell 80 Jobs, der weltweit Schaltschränke installiert und von Roth aus fernwartet.

Heute zählen große Food- und Discount-Filialisten wie Aldi, Hofer, McDonald’s, L’Osteria oder Netto zu seinen Kunden.

Veränderungen

Mangelberger habe früh die Potentiale von Industrie 4.0 erkannt, so der Laudator, und setze seine Mitarbeiter seither nur noch minimal in der Fertigung ein.

Die Mehrheit befasse sich mit der Weiterentwicklung der Roboter-Technik in der Fertigung oder tüftele an besseren Systemen. 40 Prozent ihres Umsatzes machen die Franken im Ausland, was von den Monteuren Fremdsprachenkenntnis, Reisebereitschaft und kulturelles Wissen verlange.

Mit ihren Lösungen, würdigt die Jury, sei die Mangelberger Elektrotechnik GmbH ein Vorreiter im Handwerk, der zeige, wie die Branche modernste Technik integrieren könne. Mit ihrem Bekenntnis zum Standort Bayern habe sich die Firma für den Preis regelrecht aufgedrängt, so das EWiF-Urteil.

  

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