Donnerstag, 15.11.2018

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Motorradgottesdienst Thalmässing: "Schutzengel" für die Biker

Über 100 PS-starke Maschinen - Segen ersetzt nicht die Eigenverantwortlichkeit - 30.04.2018 14:35 Uhr

An die 100 Motorradfahrer aus der ganzen Region pilgerten mit ihren Maschinen nach Thalmässing, um den Segen Gottes zu erhalten. © Foto: Manfred Klier


Am frühen Freitagabend hatten sich rund 100 Motorradfahrer mit ihren Maschinen vor der katholischen St.-Peter-und-Paul-Kirche versammelt. Der Religionspädagoge Hans Seidl vertrat die katholische Seite und begleitete mit seinen "BlackByrd" die Feier musikalisch, allen voran die "Frontfrau" Christine Schabdach. Pfarrer Frank Zimmer und Lektorin Anita Bernreuther vertraten die evangelische Kirche.

Johannes Assenbaum von den Motorradfreunden Thalmässing begrüßte die Teilnehmer und gab das Motto des Gottesdienstes bekannt: Brotzeit des Lebens. Hans Seidl bekannte, dass dieser Gottesdienst einer der wichtigsten im Jahr sei, da wir alle wüssten, wie gefährdet unser Leben gerade im Straßenverkehr sei. Mit dieser Feier würden wir unser Leben in den Schutz Gottes stellen. Pfarrer Zimmer stellte die Wichtigkeit von Pausen beim Motorradfahren heraus. Sie dienten nicht nur der Erholung, sondern auch der Gemeinschaft bei Gesprächen und Brotzeit. In Anlehnung an das Johannesevangelium sagte er, dass es bei der Brotzeit nicht nur auf das Essen, sondern auch auf das Teilen ankomme. Gottes Schutz und Segen sei genauso wichtig wie das tägliche Brot. Bei den Fürbitten gedachten die Motorradfreunde ihrer Gefährten, die nicht mehr unter ihnen sind und erbaten Schutz und Segen für sich selber, aber auch für alle, die unterwegs sind, um anderen zu helfen. "Lass Deinen Engel immer bei uns sein, damit er uns beschützt", baten sie. Ein gemeinsames Vaterunser und der Friedensgruß sowie ein Spiritual von "BlackByrd" folgten.

Hans Seidl spann das Evangelium von der Brotvermehrung weiter: Wenn alle teilen würden und jeder das geben würde, was er geben kann, dann würden alle satt. Dann gab es auch Brot für die Motorradfahrer von der Bäckerei Schneider aus Euerwang gebacken und von zwei Kindern ausgeteilt. "Auch der Segen Gottes ersetzt nicht die Eigenverantwortlichkeit. Wir überholen zum Beispiel nicht an unübersichtlicher Stelle!", gab Pfarrer Zimmer den Bikern mit auf den Weg. Im Vorbeifahren spendete er jedem den Segen. Zur Erinnerung gab es einen Button mit dem Bibelwort: "Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, dass ihr euer Herz labt; danach mögt ihr weiterziehen." 

kli

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