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Projekt in Röttenbach: "Wohnen für alle"

Kinderarche aus Fürth ist Sozialträger — Betreuung - 31.08.2017 17:45 Uhr

Das Anwesen der ehemaligen Firma Bartl II textiles in der Weißenburger Straße, das zugunsten des neuen Bauprojekts „Wohnen für Alle“ abgerissen werden soll. © Foto: Johann Schrenk


Dazu hatte Bürgermeister Thomas Schneider den Architekten Thomas Wenzel eingeladen. Dieser berichtete von der planmäßigen Umsetzung der Änderungsvorschläge, die von den Delegierten des Gemeinderats im Arbeitskreis "Wohnen für Alle" ausgearbeitet worden waren.

Entgegen dem ursprünglichen Konzept soll im Bauabschnitt I (Baubeginn Herbst 2018) an den Wohnungstrakt ein Wasch- und Trockenraum angebaut werden. Im Kellergeschoss sind nun Abstell-Zellen vorgesehen (zirka 2,5 Quadratmeter pro Wohneinheit). Hier sei man aber flexibel, um auf Sonderwünsche, etwa von Gehbehinderten, einzugehen. In Bauabschnitt I werden pro Etage (drei Geschosse) fünf Wohneinheiten à 46 Quadratmeter und in den beiden Obergeschossen zusätzlich zwei Wohneinheiten à 70 Quadratmeter angeboten.

Fertigstellung 2019

Als Bauherrin und Eigentümerin – und damit auch als Vermieterin – hat die Gemeinde Röttenbach eine Vereinbarung mit der Kinderarche GmbH aus Fürth geschlossen, die als Sozialträgerin des Projekts "Ambulant betreutes Wohnen für Senioren und Menschen mit Behinderung" und als Mieterin der Wohnungen des ersten Wohnblocks auftritt, der 2019 bezugsfertig sein soll.

Im Bauabschnitt II plant die Gemeinde einen weiteren Wohnungsbau mit jeweils fünf Wohneinheiten à 46 Quadratmeter pro Etage (ebenfalls drei Geschosse) und drei Wohnungen à 65 Quadratmeter. Hier hat sich der Gemeinderat in der Sondersitzung darauf geeinigt, nach Klärung einiger Details in der Septembersitzung, grünes Licht für die Vermarktung dieser 18 Wohnungen zu geben, wobei durchaus daran gedacht ist, einzelne Wohnobjekte auch zu verkaufen. Weitere Details folgen nach der nächsten regulären Sitzung des Gemeinderats am 11. September.

Rathaus wird erweitert

Als zweites Großprojekt wurde in der Sondersitzung auch der Umbau und die Erweiterung des Rathauses "auf den Weg gebracht". Auch hatte sich zuvor der Arbeitskreis des Gemeinderats getroffen und einige Details geändert, die vom Architekturbüro Wenzel in die Pläne eingearbeitet und in der Sondersitzung präsentiert wurden. So soll im Neubau der Sitzungssaal abgesenkt, multifunktional nutzbar gemacht und mit moderner Technik ausgestattet werden. Zum einen dient er als Sitzungsraum für die kommunalen Gremien.

Dafür sind unter anderem elektrifizierbare Tische vorgesehen, die über Kabelschächte miteinander verbunden werden und jeweils mit Anschlussmöglichleiten für iPads oder Laptops ausgestattet werden. Über integrierte Docking-Stationen wird es möglich sein, untereinander und miteinander zu kommunizieren.

Auch für kulturelle Veranstaltungen, Vorträge oder Seminare soll der Saal künftig genutzt werden können. Dafür sollen die Tische und Stühle fahrbar und zugleich klappbar sein, um sie schneller und einfacher für die verschiedenen Anforderungen aufstellen zu können. Dementsprechend großzügig muss das Stuhllager dimensioniert werden, so Thomas Wenzel in seinen Ausführungen vor den Gemeinderäten. Neben dem Technik- und Putzraum ist auch eine kleine Teeküche auf dieser unteren Ebene vorgesehen.

Der Sitzungssaal erhält eine attraktive Verglasung zum Talgrund des Röttenbachs hin. Er kann aber auch abgedunkelt werden, wenn es die Verhältnisse erfordern. Sei es bei einem Beamer-Vortrag auf der Großleinwand oder im Falle, dass der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung keine ungebetenen Zuschauer oder Zuhörer haben möchte. Auf der Ebene darüber entstehen im Neubau vier neue Einplatzbüros und ein größeres Büro, das gleichzeitig als Besprechungszimmer für die Verwaltung dienen soll. Die Räumlichkeiten im Neubau sind über das Rathaus auch für Gehbehinderte zugänglich. So können Rollstuhlfahrer über einen Treppenlift in das Untergeschoss des Sitzungssaales gelangen. Im Außenbereich sind entsprechende Rampen vorgesehen. 

JOHANN SCHRENK

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