Mittwoch, 14.11.2018

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Projekttage Realschule Hilpoltstein: Sportbeutel nähen und Triathlon simulieren

Vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten werden bestens angenommen — "Schöner als Ferien" - 26.07.2018 16:55 Uhr

Gerne durfte es mal ganz hoch hinaus gehen — beim Segelfliegen auf dem Gelände der Rother Kaserne. Diese Veranstaltung bildete die große Ausnahme, alle anderen externen Anbieter sind in Hilpoltstein selbst.


Das Einzige, was man hören könnte, sind die Steine, die den Verbindungslehrerinnen vom Herzen fallen. Die Vorbereitungen haben sich gelohnt, alles geht seinen Gang. Schon vor Ostern haben die beiden die zweite Veranstaltung dieser Art per Ausschreibung losgetreten, dieses Mal in großem Stil.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr war alles noch sehr spontan, knapp drei Wochen vor dem damals nur einen Projekttag rief man diesen aus – und das auch nur intern. Der längere Vorlauf erweist sich dieses Mal als goldrichtig, zudem sind viele externe Anbieter mit dabei, darunter auch ein Fitnessstudio aus der Burgstadt.

Die zweite Auflage kommt extrem gut an. Die Lehrerinnen hören sogar das größtmögliche Lob aus Schülermund: "Das ist schöner als Ferien!" In Halb- oder Ganztageskursen dürfen sich die Kinder und Jugendlichen ihren jeweiligen Interessen widmen. Am stärksten nachgefragt ist überraschender Weise das "Sportbeutel nähen". Wenn auch aus naheliegenden Gründen. "Meiner ist kaputt gegangen", sagt zum Beispiel Laura aus der Klasse 6d. "Es macht einfach Spaß!", erklärt Jena (9b).

T-Shirts neues Design zu verpassen kommt ebenso gut an. Einen echten "Run" der Realschüler erleben die Grundschulen und Kindergärten als alte Wirkungsstätten, die gerne wieder besucht werden wollen. Bouldern, Beachvolleyball, Menschenkicker, Inlineskating – gerade das Sportgebiet ist groß gefragt.

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Projekttag: Pony und Flugzeug begeistern Hilpoltsteiner Schüler

Das werden die Schüler und Schülerinnen so schnell sicher nicht vergessen: Im Rahmen eines Projekttages hat die Realschule Hilpoltstein den Jugendlichen so ziemlich jede Freizeitmöglichkeit geboten, die in dem Alter beliebt ist. Von Volleyball spielen, über Musik machen war alles dabei. Tierfreunde konnten auf Tuchfühlung mit einem Pony und Hunden gehen. Die Schüler durften sogar in einem Flugzeug-Cockpit Platz nehmen.


Und es darf auch gerne mal ganz hoch hinaus gehen – beim Segelfliegen auf dem Areal der Rother Kaserne. Diese Veranstaltung bildet die große Ausnahme, alle anderen externen Anbieter sind in Hilpoltstein selbst und erfreuen sich ebenso großer Nachfrage. Ob Feuerwehr, Schützenverein oder etwa der Faber-Erlebnisbauernhof. Hier können ursprüngliche Wirtschaftskreisläufe hautnah nachvollzogen werden. Da üben sich Cedric (5a) und Alexandra (6a) als Köche am Kugelgrill, ihre Kameraden sammeln indes Zweige für den Kon-Tiki-Ofen, der für Pflanzenkohle sorgt. Daniela und Emely (beide 6b) sowie Lea (7d) streicheln das Shetlandpony Ernesto, das sich auch auf Kutschfahrten versteht, während Elisabeth, Estella und Sophia (alles 7a) ihre Kunstfertigkeit beim Kardieren von Schafswolle unter Beweis stellen.

Rutsche ersetzt Rad

Auch das Freibad lockt. Doch hier heißt es sich richtig anzustrengen. Es geht nämlich unter anderem darum, sich einmal als Triathlet zu fühlen. Es gibt Wechselzonentraining und sogar einen kompletten Wettkampf. In kleinem Rahmen, versteht sich. Die Disziplin "Radfahren" wird dabei kurzerhand durch "Wasserrutschen" ersetzt, sehr zur Freude der Teilnehmer, die übrigens von den ehemaligen Realschülern Jannik Fruth und Marlene Goll betreut werden.

Zurück in die Schule, wo es Helena (5d) entspannt angehen lässt – beim Workshop "Mandala und Meditation". Fabio (5b) bastelt derweil an seinem Pappschachtelkicker. Auch dieser Arbeitskreis ist sehr beliebt, was symptomatisch erscheint: Alles, was mit Handwerk, Sport und Geschick zu tun hat, erfreut sich besten Zulaufs. Genau danach scheint sich die Generation Smartphone wohl zu sehnen. Bei den MINT-Experimenten lassen Maximilian (6b) und Michael (7a) per Destillation Schnaps aus Wein entstehen oder es wird die Elektrolyse zelebriert. Während Klassiker der Musikgeschichte herüberwehen: Im Musikworkshop wird "die kleine Nachtmusik", der "Can Can" und "I am Sailing" zum Besten gegeben – unter anderem mit Xylofon und Geige.

Neben dem kompletten Lehrerkollegium sind an den Projekttagen auch die Eltern eingebunden. Wie etwa Steffi Harleß, deren Tochter hier eine achte Klasse besucht. Ihre Mutter findet ihre Aufgabe beim Dokumentationsteam. Hunde ausführen, Gebärdensprache lernen, eine Papierstadt entstehen lassen, Schafkopf lernen – das Angebot ist ebenso riesig wie vielfältig. Es gilt Fotos zu schießen und Müll zu sammeln. Und auch die ernsten Themen bleiben nicht aus: Der Film "Schindlers Liste" landet genauso auf der Tagesordnung wie die Themen "Handicaps erleben" oder "Flucht und Migration". 

JÜRGEN LEYKAMM

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