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Dienstag, 18.09.2018

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Rinderanhänger aus Landersdorf ist ein wahrer Schatz

Historischer Fund wurde in München prämiert — Regionaltypische Kleinode - 24.07.2018 16:29 Uhr

Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß, Paula Waffler sowie Fritz Loy und Gattin Annemarie (v. r.). Rechts außen ist Marion Kiechle, links Albert Füracker. Der Familie Loy gehört der Acker, auf denen der Rinderanhänger entdeckt wurde.


Nominiert hatten die Exponate die Verantwortlichen der Museen, dazu aufgerufen hatten die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerische Landesverein für Heimatpflege. Als Heimatschatz ausgewählt hatte eine Jury 100 von rund 600 eingereichten Exponaten.

In einer Feierstunde sagte Füracker, dass Heimat- und Kunstministerium regionaltypische Kleinode unserer Heimat suchten. Mit dieser Prämierung werde den Museen und Betreibern Wertschätzung zuteil. In Wort und Bild vorgestellt werden diese Schätze in einem Buch, das Ende 2018 erscheinen wird.

Kiechle informierte, dass es in Bayern mehr als 1300 Museen gebe, mehr als in den anderen Bundesländern. Unter den ausgesuchten Heimatschätzen seien sehr bekannte Objekte (wie Albrecht Dürers Bild seiner Mutter), aber auch zunächst unscheinbare Objekte. Im Anschluss erhielten die Vertreter der Museen mit Heimatschatz aus den Händen von Albert Füracker und Kiechle die von beiden Ministern unterschriebene Urkunde und als Anerkennung einen Scheck über 1000 Euro.

Im Wettbewerb ausgezeichnet wurde der frühkeltische Rinderanhänger aus Bronze aus dem archäologischen Museum Fundreich in Thalmässing. Der Anhänger wurde 1984 bei der archäologischen Ausgrabung der Grabhügel bei Landersdorf entdeckt. Der gut drei Zentimeter hohe Anhänger zeigt zwei verbundene Rinder mit mächtigen Hörnern an einer großen Öse. Er wurde zum Logo der als vor- und frühgeschichtliches Museum 1988 eröffneten Präsentation. Die grundlegende Neugestaltung zum 25-jährigen Bestehen im Jahr 2013 wandelte dieses inzwischen sehr bekannte Logo leicht ab. Der Rinderanhänger wurde auch Grundlage zur Gestaltung eines großen Rinderpaars aus Metall, das, vor dem Thalmässinger Museum aufgestellt, auf das besondere Exponat hinweist.

Die beiden Rinder, wahrscheinlich ein Stier und eine Kuh, wurden wohl als Amulett getragen, um die für das Überleben der Gruppe so notwendige Fruchtbarkeit zu gewährleisten. 

hiz

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