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Roth: Ein herzhafter Schub für das Herzpflaster

Der Verein für herzkranke Kinder durfte sich über Erlös freuen - 25.11.2014 15:59 Uhr

Beim Benefizkegeln waren zusammen mit dem kleinen Finn Gerhard Ellinger (links), im Hintergrund Thorsten Prennig, Günther Schmidt und Bürgermeister Ralph Edelhäußer. © Foto: Schoplocher


Wie hoch dieser sein wird, konnte der erschöpfte Mario Dupke nach „durchgemachter“ Nacht noch nicht sagen. Sichtlich zufrieden verriet er aber, dass das Ziel, mindestens 2500 Euro zu erwirtschaften, erreicht wurde. Der genaue Betrag wird beim Rother Christkindlmarkt bekanntgegeben. „Es soll ja eine Überraschung sein“, erklärte der Kegel-Chef.

Neben den Startgebühren für den guten Zweck wurden Spenden gesammelt, eine Tombola mit 1500 Preisen sorgte zusätzlich dafür, dass Geld in die Kasse kam. Allein schon die Tombola, aber auch die Teilnehmerzahl von 152 Keglern zollte den Gästen bei der Eröffnung bereits reichlich Respekt ab.

„Wer schon einmal versucht hat, bei Firmen Preise zu sammeln, weiß, was die Zahl 1500 bedeutet“, eröffnete Bürgermeister Ralph Edelhäußer den Reigen derer, die voll des Lobes für das Engagement des 33-jährigen Rothers und seiner Mitstreiter. Diese seien nämlich „megarührig im Verein und in der Stadt“, wie Edelhäußer fand. Mit dem Verein Herzpflaster, der seinen Sitz ebenso in Roth hat, treffe es genau die Richtigen, erinnerte er sich an gemeinsame Überlegungen mit den TSG 08-Keglern, wem eine derartige Aktion zugute kommen könne.

Der Verein Herzpflaster, so erklärte dessen Vorsitzender Thorsten Prennig, sei aus eigener Erfahrung ins Leben gerufen worden. Sein zweijähriger Sohn Finn sei mit einem Herzfehler geboren worden, was etliche Klinikaufenthalte nach sich gezogen habe.

Die Familie habe viele Lücken ausgemacht, die zu füllen die Krankenhäuser nicht im Stande sind: Hochstühle etwa oder ein freundlich-farbiger Anstrich in den Zimmern. Auch Spielzeug fehle, wie manch anderes, das Eltern und Kinder die schwere Zeit leichter machen könne.

Seit der Vereinsgründung im vergangenen Jahr habe man schon viel erreicht, freute sich Prennig über die positive Wahrnehmung. Zu dieser gehöre auch das Benefizkegeln, freute er sich. „Euer Engagement grenzt an Wahnsinn“, wandte er sich an Organisator Mario Dupke und seine zahlreichen Helfer.

Wenngleich er im Kegeln „eine Nullnummer“ sei, wie er ankündigte, stellte er sich zusammen mit den TSG 08-Vorsitzenden Andreas Buckreus und Günther Schmidt sowie Ralph Edelhäußer, der zugleich als Schirmherr agierte, der Herausforderung, auf „alle Neune“ zu zielen.

Die Show aber stahl ihm ohnehin sein Sohn Finn, der zusammen mit seinem Opa Gerhard Ellinger dem Papa die letzten Schub abnahm. Belohnt wurden die prominenten Freizeitkegler, die im Gegensatz zu ihren „professionellen“ Kollegen mit 60 statt 120 Schub davon kamen, mit einer Urkunde und einer eigens angefertigten Medaille. Auch sportlich konnte sich die Veranstaltung durchaus sehen lassen, ließen es sich doch auch Bundesligakegler von Viktoria Fürth und aus Neumarkt nicht nehmen, für den guten Zweck eine Trainingseinheit einzulegen.

Für den ersten neuen Bahnrekord auf Bahn drei sorgte aber bereits nach der Eröffnungsrunde Heinz Ulbrich vom SV Postbauer Heng, später schaffte ein Fürther Gleiches nebenan. Die Bestmarke für alle vier Bahnen aber hatte auch nach 31 Stunden noch Bestand.

Neuauflage geplant

Nicht wegen der Rekordmarken, aber wegen der großartigen Resonanz beschlossen die Verantwortlichen noch während der Veranstaltung, in zwei Jahren eine Neuauflage zu wagen.

Das wiederum freute auch TSG 08-Vorsitzenden Andreas Buckreus, der „seine“ Kegler zuvor schon gelobt hatte. Denn sie könnten über den „Marathon der besonderen Art“ auch die Sportart wieder ins Bewusstsein rufen. Vor allem aber seien die zwei Tage im Leoni-Sportpark eine gute Plattform für den Verein, dem er möglichst viel Unterstützer wünschte.

Dann könnten die Verantwortlichem wieder den ein oder anderen Haken mehr machen hinter die Wunschliste etwa der Kinderkardiologie Erlangen, denen die Rother unter anderem schon Kinderwägen, Gemeinschaftsspiele, eine Belohnungsbox mit Inhalt und Weihnachtsgeschenke finanziert haben. 

P. SCHOPLOCHER

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