Samstag, 17.11.2018

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Schwabach: Neue Gesichter im Alten DG

Die Staatliche Berufsschule Schwabach residiert nun im generalsanierten Teil des markanten Sandsteingebäudes im Stadtzentrum - 12.09.2018 06:00 Uhr

Neue Schule, zum Teil neue Schüler und das in einem generalsanierten markanten Schulgebäude. Die Berufsschule Schwabach, zuständig für die kaufmännischen Berufe in Schwabach und im Landkreis Roth, ist ins Alte Deutsche Gymnasium umgezogen. Das Bild zeigt einen Großteil der Schüler mit den Lehrern am ersten Schultag im schmucken Innenhof. © F: rog


Erste Übung: Ein Slalomlauf. Wie in den anderen Schulen in Bayern beginnt auch in der Staatlichen Berufsschule Schwabach an diesem 11. September das neue Schuljahr. Die erste Woche beim Ausbildungsbetrieb liegt hinter den angehenden Bankkaufleuten, Einzelhandels-, Großhandels-, Industrie- und Bürokaufleuten sowie den Kaufleuten für Büromanagement. Jetzt ruft die Berufsschule, und sie ruft erstmals ins sanierte Alte DG.

Nicht ganz fertig

Doch die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, und deshalb laufen die Schülerinnen und Schüler erst einmal Schlangenlinien. Handwerker kleben noch Fliesen im Erdgeschoss, im schön gestalteten Innenhof wird geflext, der Schmutzfang im Eingangsbereich ist noch eine kleine Stolperfalle. Die Lautsprecherdurchsage ist nicht zu verstehen, weil es Rückkopplungen gibt. Und das Untergeschoss, eigentlich als Schlechtwetter-Pausenraum deklariert, kann noch nicht genutzt werden, weil die Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelbildung noch nicht ganz beseitigt sind.

Doch Peter Birle will nicht meckern. Der Leiter der Berufsschule und seine Stellvertreterin Anja Sohni schwärmen regelrecht von der "Ausstrahlung" des markanten Sandsteingebäudes direkt an der B 466. Die Zahl der Klassenzimmer sei zwar knapp – möglicherweise muss Birle eine Klasse in die benachbarte Wirtschaftsschule auslagern, sollten die Anmeldezahlen durch einige Oktober-Nachzügler noch steigen. Doch die Zimmer selbst seien sehr großzügig bemessen. Sie sind so groß, dass der eine Teil der Klasse klassischen Frontalunterricht genießen kann, während der andere Teil in einem durch eine Glastür abgetrennten Bereich an den Rechnern arbeiten kann. Mit dem Umzug hat die Berufsschule schon in der letzten Schulwoche begonnen. Während der Schulferien liefen die Arbeiten auf Hochtouren, "und jetzt müssen wir halt sehen, wie wir in den ersten Tag Unterricht und Einräumen miteinander verbinden können", sagt Anja Sohni.

Was die Schülerzahlen angeht, ist Peter Birle zufrieden. Die Zahl der angehenden Bankkaufleute – alle von Sparkasse und Raiffeisenbank – schmilzt zwar weiter dahin. Dafür gibt es bei den Industriekaufleuten ein deutliches Plus. Immer mehr Betriebe und auch Verwaltungen würden darüber hinaus "Kaufleute für Büromanagement" ausbilden – eine "kaufmännische Allzweckwaffe", wie Schulleiter Birle betont. Gerne hätte er auch noch angehende Kaufleute für E-Commerce nach Schwabach geholt. Doch dafür reicht schlicht der Platz nicht.

Der alten Berufsschule in der Hindenburgstraße trauert Birle im übrigen nicht hinterher. "Wir sind jetzt hier, und das ist gut so." Bleibt die Frage, wann es mit der Sanierung der alten Berufsschule an der Hindenburgstraße losgeht. Die Planungen laufen auf Hochtouren, 2019 wird sich in dieser Hinsicht viel tun. Zugeschlagen wird das Gebäude später dem Adam-Kraft-Gymnasium, das bislang einen Teil seiner Oberstufe im Alten DG hat unterrichten müssen und das jetzt mindestens für ein Jahr enger zusammenrücken muss.

Zu den Schulen im Schulzentrum Mitte gehören darüber hinaus die Städtische Wirtschaftsschule (ebenfalls geleitet von Peter Birle) sowie die Luitpold-Grundschule. Auch dort geht es vergleichsweise eng zu. Denn: Die Luitpoldschule hat heuer zwei Klassen mehr als im vergangenen Schuljahr und macht das gleiche wie die Berufsschule: Eine Klasse wird vorübergehend in die Wirtschaftsschule ausgelagert. Peter Birle stört das nicht: Wenn ich auf so engem Raum vier Schulen habe, wird es zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres ein paar Verschiebungen geben.ROBERT GERNER 

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