Mittwoch, 14.11.2018

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Zum 15. Mal präsentierte sich Wallesau ganz in Blau

Ein kleines Dorf im Frankenland ist für sein Musikfestival bekannt — Besucherrekord zum Jubiläum — Punk und Heavy Metal - 10.09.2018 17:41 Uhr

Am Samstagabend war die Band „Meloco“ der Headliner bei „Wallesau ist Blau“. Das Musikfestival verzeichnete dieses Mal einen absoluten Besucherrekord in der 15-jährigen Geschichte. © Foto: Tobias Tschapka


Und obwohl "Wallesau ist Blau" zwar ziemlich spät im Veranstaltungskalender der Open-Air-Saison auftaucht, so erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Heuer kamen so viele Besucher wie noch nie, beide Tage waren gut besucht; die weiteste Anreise hatte ein Musikfan aus dem fernen Barcelona. Aber die Veranstalter von der "Musikinitiative Wallesau" hatten auch groß die Werbetrommel gerührt.

Unterstützung von der Stadt

Zu den Werbepartnern gehörten unter anderem der Radiosender StarFM, und auch bei Radio Gong wurden die WiB-Chefs im Vorfeld zu einem kleinen Plausch "on the air" eingeladen. Die Stadt Roth unterstützte das Festival ebenfalls großzügig, und einer der Sponsoren, eine Schreinerei aus Bergen, zimmerte für den Eingangsbereich des Festivalgeländes sogar ein hölzernes "Portal", auf dem sich zwei der "Wallesau in Blau"-Wappentiere – zwei blaue, grimmig dreinblickende Wildschweine — gegenüberstehen.

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Zwei Tage wurde auf der großen Wiese unweit von Wallesau gefeiert, wobei jeden Abend rund 50 Helfer unermüdlich im Einsatz waren. Von der Security über den Getränkeausschank und Essensbuden bis hin zu einem Elektro-Trupp. Zum harten Kern des Orga-Teams der Musikinitiative Wallesau zählt etwa ein Dutzend Mitarbeiter, die auch heuer wieder jede Menge Zeit verbracht hatten, das Festival zu organisieren. Sogar einen Taxi-Shuttle-Service hatten sie eingerichtet.

Da der erste Tag von WIB von der Musikauswahl her in diesem Jahr nicht "ganz so hart" ausfiel, seien diesmal auch viele Wallesauer Bürger gekommen, die mit Hard and Heavy eigentlich nicht so viel anfangen könnten, berichtet Daniel Salomon von der Musikinitiative Wallesau. "Auf jeden Fall sind wir mehr als zufrieden mit dieser großen Resonanz", so Salomon. Großartig sei auch das "Knüppelfrühstück" angekommen. Es dauerte gar nicht lange, da seien am Samstagvormittag alle Weißwürste weg gewesen, als es zu den Klängen der Formation "Schreikrampf" einen Frühschoppen der besonderen Art gab – übrigens bei freiem Eintritt.

Die Hauptbühne präsentierte sich so modern wie nie. So ragte ein Catwalk ins Publikum, auf den die Musiker einen Ausflug zu ihren Fans machen konnten; riesige Funkensprüher sorgten für eine feurige Pyro-Show – von der tollen Lichttechnik ganz zu schweigen. Auf der Bühne standen Bands mit so einprägsamen Namen wie "Schluss mit Lustik", "Kafkaesque" oder "Die zwangsversteigerten Doppelhaushälften", eine Punkrockband aus dem Landkreis Fürth, die am Freitag Headliner war.

Pogo und Headbanging

Am Samstag bildete von den an diesen Tag stattfindenden zehn Auftritten der von der Nürnberger Alternativ-Metal-Band "Meloco" den Höhepunkt. Die selbsternannten "Genre-Wandler" präsentierten einen kraftstrotzenden Mix aus verschiedenen Musikstilen wie Punk, Heavy Metal und Gothic-Elementen und boten eine mitreißende Show, zu der sich vor der Bühne sowohl trefflich Pogo tanzen als auch Headbangen ließ.

Mit "Blut und Tod" ging das "Wallesau ist Blau"-Festival zu Ende, denn so hieß das Nürnberger Hardcore-Duo, das im vergangenen Jahr schon beim Knüppelfrühstück zu erleben war und dieses Mal den Festival-Rausschmeißer gab. Danach reisten viele Besucher ab, aber viele krochen auch in ihre Zelte und Schlafsäcke, denn heuer gab es auch so viele Übernachtungen wie noch nie in der 15-jährigen Festival-Geschichte. 

TOBIAS TSCHAPKA

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