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FBG freut sich über Wertsteigerung des Waldes

Jahresversammlung zeigte gute Bilanz — Neuer Mitarbeiter hat viel zu tun - 28.02.2015 10:13 Uhr

Konstante Nachfrage — konstante Preise: FBG-Geschäftsführer Matthias Netter und der Vorsitzende Thomas Harrer hatten Grund zur Zuversicht. © Foto: Leykamm


Zuversicht konnte in erster Linie der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Heideck-Schwabach, Matthias Netter, versprühen, der von einer „sehr positiven“ Entwicklung sprach. Über 52.000 Festmeter durfte seine Einrichtung im vergangenen Jahr vermitteln, was einer Steigerung um fast 4000 entspricht.

Die daraus resultierenden Umsatzerlöse für die Mitglieder beliefen sich auf satte 4,13 Millionen Euro. Zahlen, die eine gewisse Anziehungskraft ausüben.

Sie lässt sich auch daran ablesen, dass 2014 insgesamt 42 neue Mitstreiter in den eigenen Reihen mit nunmehr 2416 Anbietern des an Wert gewonnenen Rohstoffs begrüßt werden konnten. Sie verfügen über eine Fläche von rund 16.000 Hektar.

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Was den eigenen Haushalt anbetrifft, ist die FBG ebenso gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr gelang fast eine Punktlandung – da war er eine gute Viertel Million Euro schwer, um 1400 Euro Minidefizit schrammte man an einem ausgeglichenen Zahlenwerk vorbei.

Die Ansätze für 2015 liegen nur leicht unter denen vom Vorjahr. Bei der guten Ausgangslage blieb Netter gar nichts anderes übrig, als zur Holznutzung aufzurufen. Die Zeit für notwendige Durchforstungsmaßnahmen sei jetzt optimal, es gäbe keinen Grund, mit dem Einschlag zurückzuhalten. „Nutzen Sie die guten Preise und das Dienstleistungsangebot der FBG!“ so der Appell des Geschäftsführers.

Was Letzteres anbetrifft, ist die Einrichtung seit März 2014 noch schlagkräftiger geworden. Seither nämlich beschäftigt man mit Johannes Lang einen neuen Mitarbeiter, der im Rahmen seiner Ausbildung bereits im Revier Heideck in Erscheinung getreten war. Er bekam im Sommer gleich ordentlich zu tun. Im Juli tobte ein Gewittersturm über Laibstadt und die umliegende Region, was den Privatwaldbesitzern aus den Reihen der FBG eine Schadholzmenge von 8000 Festmetern bescherte.

Viele Beratungen

Noch mehr die Ärmel hochkrempeln darf Lang seit Beginn dieses Jahres. Denn seither ist er als Vollzeitkraft beschäftigt. Unter anderem auch deswegen um den Personalschlüssel zu erfüllen, an den die neuen Fördervorgaben geknüpft sind. Sein Aufgabenfeld umfasst auch „Dienstleistungen im erheblichen Umfang“, so Netter in seinem Bericht. 2014 hatte man den Nachfragenden 98 Beratungen angedeihen lassen mit 17 000 Festmeter Holzeinschlag als Folge.

Derzeit werden seitens der FBG zudem 24 Waldpflegeverträge erfüllt, die sich auf eine Fläche von fast 140 Hektar beziehen. Erfolge gab es auch bei der Wertholzsubmission in Litzendorf bei Bamberg zu vermelden, dort brachte etwa eine angelieferte Eiche 489 Euro pro Festmeter.

Dass sich die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft rege am Waldumbau beteiligen, beweisen die fast 300 000 an sie vermittelten Pflanzen, bei fast drei Viertel hiervon handelte es sich um Laubhölzer. Aber es laufen ja auch „Waldumbauprojekte von Rohr bis nach Greding“, wie in seinem Grußwort Harald Gebhardt feststellte, der am Rother Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten letzteren Bereich leitet.

Derzeit stehe man in den Startlöchern zu einem neuen forstlichen Gutachten zur Waldverjüngung. Das Ziel ist, eine solche möglichst ohne Schutzmaßnahmen geschehen und somit keine großen Teile der Landschaft „hinter Draht verschwinden zu lassen.“ Dieses Ziel verfolgten auch die neuen vereinfachten waldbaulichen Förderrichtlinien bezüglich der Wiederaufforstung, die sich ausschließlich auf die Stückzahl der Pflanzen ausrichteten und ein „individuelles Baukastensystem“ bildeten.

Erfreut über die seit Jahren erfolgende Wertsteigerung des Waldes zeigte sich in seinem Grußwort Landrat Herbert Eckstein. Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler blickt in die 1980er Jahre zurück, als das Horrorszenario des Waldsterbens durch die Medien wirbelte. Die schlimmen Prognosen seien nicht eingetroffen. Im Gegenteil: Bundesweit gäbe es jetzt eine Million Hektar Wald mehr als damals.

Zu Unrecht unter Beschuss

Trotzdem aber stehen die Waldbauern des Öfteren unter Beschuss der Öffentlichkeit, wie der 2. Vorsitzende der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittelfranken, Robert Kaiser, sinngemäß monierte. Zu Unrecht, wie er befand, denn über Jahrhunderte hätten sie bewiesen, dass sie nachhaltig wirtschaften können. Das gelte es nun ins Bewusstsein der Allgemeinheit zu tragen, wozu jeder sein Scherflein betragen solle.

So sah dies auch der Landtagsabgeordnete Volker Bauer, der sich seinerseits in München für die Waldbauern starkmache, wie er betonte. Die Werbetrommel für sie zu rühren, komme in diesem Jahr zudem eine besondere Bedeutung zu, wie auch der FBG-Vorsitzende Thomas Harrer unterstrich. Denn 2015 wurde von Staatsminister Helmut Brunner zum „Aktionsjahr des Waldnaturschutzes“ erklärt. Das müsse man nutzen um der Öffentlichkeit deutlich zu machen, wer die wahren Naturschützer sind. Die Waldbewirtschafter nämlich, die „alles richtig gemacht haben.“ Wenn das in den Köpfen verankert sei, „dann werden wir uns auch nicht mehr mit so unsinnigen Sachen wie Stilllegungen beschäftigen müssen“, so Harrer. 

JÜRGEN LEYKAMM

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