Sonntag, 18.11.2018

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Thalmässing beim Landkreislauf wieder ganz oben

Team des TV wie 2015 und 2016 vor dem Team Leidl der TSG Roth - 24.06.2018 17:38 Uhr

Ausgelassen jubelte der Mannschaftskapitän des TV Thalmässing über den neuerlichen Coup des „Underdogs“. © Robert Schmitt


2017 hatten sich die Thalmässinger hinter Roth mit dem Vizetitel begnügen müssen. Dritter wurde dieses Jahr der TV Eckersmühlen, der mit einem eigens gestalteten T-Shirt an seinen kürzlich verstorbenen Motor John Brun erinnerte. Landrat Herbert Eckstein bat zu seinen Ehren um eine Gedenkminute vor Beginn der Siegerehrung.

"Danke, dass ihr ihm den Respekt erwiesen habt", so Eckstein in Richtung der Läuferfamilie, die mit 43 Mannschaften vertreten war, sieben davon als reine Damenteams. Die größte Läufergemeinschaft einer Gemeinde kam aus Thalmässing. Der TV hatte fünf Teams mit 140 Teilnehmern zusammengestellt. "Das ganze Dorf ist unterwegs", meinte ein Thalmässinger während der Siegerehrung.

Bei den Damen hat es für die Thalmässinger Mannschaft indes nicht zum Sieg gereicht. Die TSG Roth war bei den "Ladies" nicht zu schlagen. Punktgleich mit den Thalmässingerinnen belegte der Lauftreff Rednitzhembach ebenfalls Platz zwei von sieben Damenteams. Gleich zwei erste Plätze konnte die Laufgemeinschaft aus dem Hilpoltsteiner Ortsteil Hofstetten für sich verbuchen. Sie gewann sowohl die Sonderwertung der "Besten Dorfmannschaft" als auch jene für die gemischten Teams.

Ebenfalls in beiden Wertungen erfolgreich war die zweite Mannschaft aus Rohr-Regelsbach, die mit ihrem Namen auf den Zusammenschluss der beiden damals eigenständigen Gemeinden im Jahre 1978 verwies. "Seit 40 Jahren läuft’s" belegte Platz drei bei den Dorfmannschaften und Platz zwei in der Mixed-Wertung.

Erstaunliche Leistungen

Ernst Binder ließ es sich bei der Siegerehrung richtig schmecken. © Robert Schmitt


Bei der Siegerehrung konnte Herbert Eckstein erstaunliche Leistungen vermelden. So nahm der inzwischen 83-jährige Ernst Binder aus Schwanstetten nach zwei Jahren Pause zum 33. Mal am Landkreislauf teil und hatte sich dafür die wohl schwierigste Etappe ausgesucht. Er bewältigte die 4,4-Kilometer-Bergaufstrecke von Greding nach Röckenhofen in gut 36 Minuten.

Dem Senior stand eine der Jüngsten in nichts nach. Die 15-jährige Kristin Röck vom TV Eckersmühlen war mit deutlichem Abstand schnellste Dame auf der Strecke von Heideck nach Aberzhausen. Noch erstaunlicher ist allerdings, dass sie bei ihrem fünften Start bereits zum vierten Mal eine Etappe für sich entscheiden konnte. 2013 war die Kiliansdorferin erstmals beim Landkreislauf an den Start gegangen. 2014 konnte sie sich zum ersten Mal über einen Teilstrecken-Erfolg freuen. 2017 hat sie pausiert.

Kristin Röck (TV Eckersmühlen) war wieder einmal Schnellste. © Robert Schmitt


Dass Sebastian Reinwand seine Etappe gewinnen würde, das stand wohl schon vor dem Start in Büchenbach Richtung Kammerstein fest. Schließlich ist er einer der Topläufer im Team Leidl. 31:22 Minuten brauchte er für das mit 8,4 Kilometern zweitlängste Teilstück des Laufs durch den Landkreis, um bei der Siegerehrung sein nächstes großes Ziel bekanntzugeben: Reinwand wird am 8. August in Berlin bei der Europameisterschaft im Marathon antreten.

Ausgelassener Jubel

Ilja Rauscher-Laheij (li.) von der LG Heideck freute sich über ihren dritten Rang. © Robert Schmitt


Während er Urkunde und kleinen Gold-Läufer mit großer Gelassenheit entgegennahm, jubelte eine andere zu Recht ziemlich ausgelassen, als Sparkassen-Chefin Daniela Heil und die stellvertretende Landrätin Hannedore Nowotny zur Ehrung schritten. Ilja Rauscher-Laheij von der LG Heideck war auf der anstrengenden Etappe von Obersteinbach nach Spalt über den Massendorfer Berg in 22:50 Minuten Dritte geworden. Nicht alleine auf die Bühne kam Alexander Wolfsteiner, der Dritte von Georgensgmünd nach Röttenbach. Er hatte seine vierjährige Tochter Romy und den dreijährigen Raphael Beck als Verstärkung mitgebracht. Dessen Vater Michael Beck war schließlich auf dem Teilstück von Spalt nach Gmünd ebenfalls Dritter geworden.

Nur ein Wespenstich

Zwischenfälle, Unfälle oder sonstige Probleme waren so gut wie nicht zu verzeichnen. "Wir hatten einen Wespenstich zu versorgen", erklärte Kampfrichter-Chef Jürgen Nehmeier, der insgesamt ein rundherum positives Fazit zog: "Der Landkreislauf war wieder ein tolles Sportfest." Eine Unklarheit, die im vergangenen Jahr fast zum Punktabzug geführt hätte, war bereits im Vorfeld ausgeräumt worden. In der Ausschreibung war klar geregelt, dass die Startnummer gut sichtbar vorne getragen werden muss. "So wussten alle Bescheid, und jeder hat sich daran gehalten", resümierte Nehmeier.

Der Landrat blickte schließlich ins nächste Jahr. Seiner Rechnung zufolge haben bislang 38 758 Läuferinnen und Läufer an den 35 Landkreisläufen teilgenommen. "Wenn 2019 45 Teams dabei sind, könnten wir die 40 000-er Marke knacken." Ähnlich beeindruckend ist eine weitere Summierung: 35 Landkreisläufe zu je 160 Kilometern bedeuten eine Gesamtleistung von 5600 Kilometern, "Ein Siebtel des Weltumfangs", hatte Eckstein berechnet.

Die Ergebnisse des Landkreislaufes gibt es hier. 

Robert Schmitt E-Mail

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