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VGN rechnet: So teuer ist kostenloser Nahverkehr in Franken

Mehr Fahrzeuge, mehr Personal und ein Ausbau der Infrastruktur - 21.03.2018 05:48 Uhr

U-Bahn © Eduard Weigert


Vor kurzem brachte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik seine Stadt als Test-Kommune für kostenlosen Nahverkehr ins Spiel. Sein Fürther Kollege Thomas Jung geht sogar noch einen Schritt weiter: Er will, dass der gesamte Verkehrsverbund Nürnberg zur Modellregion wird. Doch was würde das kosten?

Rechnet man den gesamten Aufwand für den Nahverkehr im VGN zusammen, landet man bei rund 741 Millionen Euro pro Jahr, erklärt VGN-Pressesprecher Manfred Rupp. 352 Millionen davon werden durch die Fahrgeldeinnahmen gedeckt. Die restlichen 389 Millionen Euro schießen Bund, Land und Kommunen zu.

Mehr Fahrzeuge und mehr Personal notwendig

Wenn die Ticketeinnahmen wegfallen würden, müssten die gesamten knapp 800 Millionen Euro finanziert werden. Und – davon geht Rupp aus – noch einiges mehr: "Würde der ÖPNV in der Region kostenlos werden, hätten wir viel mehr Fahrgäste, das funktioniert mit unserem jetzigen Bestand an Zügen und Bussen aber nicht."

Mehr Fahrzeuge, mehr Personal und letztendlich müsste auch die Infrastruktur ausgebaut werden, folgert der VGN-Sprecher. Die Konsequenz: Das Projekt kostenloser Nahverkehr würde teurer als das bisherige Modell werden. 

Nach Einschätzung von Rupp bleibt die Idee also vorerst genau das, was sie ist: Eine Idee. "Die Städte, die sich für das Modellprojekt interessieren, waren auf dem Standpunkt, dass der Bund die Kosten übernimmt", erklärt Rupp. Der Bund wolle aber, dass die Städte sich an den Kosten beteiligen. 

Kilian Trabert Volontär der Nürnberger Nachrichten E-Mail

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