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Viele Kindergärtnerinnen steigen in Bayern aus Beruf aus

Nur ein Teil der Ausstiege auf Elternzeit zurückzuführen - 01.06.2013 16:46 Uhr

Erzieherinnen werden in Bayern vielerorts händeringend gesucht. Eine der Ursachen für den Fachkräftemangel: Viele Kindergärtnerinnen steigen vorzeitig aus ihrem Beruf aus, oft schon nach wenigen Jahren.

Erzieherinnen werden in Bayern vielerorts händeringend gesucht. Eine der Ursachen für den Fachkräftemangel: Viele Kindergärtnerinnen steigen vorzeitig aus ihrem Beruf aus, oft schon nach wenigen Jahren. © dpa


Nur ein Teil der Ausstiege sei auf Familienphasen wie etwa Elternzeiten zurückzuführen, erläuterten die Experten. Auch die Arbeitsbedingungen seien ein Grund dafür, dass viele Erzieherinnen nicht lange in dem Beruf blieben. „Eine vergleichsweise hohe Arbeitsintensität, geringes Einkommen, eine nicht zu unterschätzende körperliche Belastung oder eingeschränkte Karrieremöglichkeiten können hier eine Rolle spielen“, zählten die Arbeitsmarktforscher auf.

Für ihr Fazit hatten sie Daten der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet und zwei Ausbildungsjahrgänge genauer untersucht. Demnach arbeiten in der Kindererziehung vor allem Frauen, und so gut wie keine Männer oder Menschen mit ausländischen Wurzeln. Der Anteil der Teilzeitkräfte ist sehr hoch.

„Auffällig sind in Bayern der überdurchschnittliche Anteil der Kinderpflegerinnen und der unterdurchschnittliche Anteil der Erzieherinnen am Fachkräftepersonal“, fügten die Forscher hinzu. Die schlechter qualifizierten Kräfte drückten den ohnehin recht niedrigen Durchschnittslohn in der Kindererziehung. 

dpa

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