-0°

Dienstag, 19.03.2019

|

Der Tag der Rekorde

Beim Seenlandmarathon fielen reihenweise die Bestmarken - 16.09.2013 11:12 Uhr

Marathon-Mann: Kai Reißinger lieferte ein ganz starkes Rennen. Mit einer Zeit von 2:33 Stunden wurde der Pleinfeld Lokalmatador Dritter © Uwe Mühling


Der Pleinfelder Reißinger, der für M.O.N. startet und 2009 schon einmal den früheren Brombachseemarathon gewonnen hat, war mit seiner Zeit von 2:33:14 Stunden sehr zufrieden. Über eine Minute schneller war er als vor vier Jahren und hatte sein diesjähriges Ziel erreicht: „Ich wollte unter 2:35 laufen und das ist mir gelungen“. Im Normalfall hätte er mit seiner diesjährigen Leistung wohl gewonnen, doch zwei Topstarter aus Äthiopien machten ihm dies unmöglich. „Es kann immer jemand da sein, der einfach schneller ist“, sagte Reißinger und erkannte die Klasse der beiden vor ihm liegenden Athleten neidlos an.

Persönliche Bestmarke

Auch Andrea Lutz, die aus Pfraunfeld stammt, für die Eintracht Kattenhochstatt läuft und inzwischen in Bamberg lebt, strahlte über ihren zweiten Rang beim Halbmarathon (21,1 Kilometer) und über eine neue persönliche Bestzeit auf dieser Distanz mit 1:25:27 Stunden. In den vergangenen beiden Jahren hätte Andrea Lutz damit klar gewonnen. Heuer war jedoch Ina Köhler vom Team Klinikum Nürnberg gut zwei Minuten schneller unterwegs und lieferte damit einen neuen Streckenrekord (1:23:21) – die Eintracht-Läuferin gratulierte sportlich fair.

Freute sich riesig über Platz zwei: Andrea Lutz von der Eintracht Kattenhochstatt. © Uwe Mühling


Weitaus knapper war der Streckenrekord von Joseph Katip vom Team Memmert beim Halbmarathon der Männer. Er finishte nach 1:09:15 Stunden und war damit exakt vier Sekunden schneller als Vorjahressieger Christian Strauch vom Team Injoy Ansbach, der sich heuer mit Rang zwei (1:11:39) begnügen musste. Bei den Herren kamen mit Andreas Doppelhammer (M.O.N.) auf Platz fünf, Andreas Zwickel (Arriba Göppersdorf) auf Rang sechs und Oliver Wechsler (Geh-Punkt Weißenburg) als Zehnter auch drei heimische Läufer in die Top Ten. Sehr beachtlich ist zudem der 13. Rang von Lukas Sörgel (Geh-Punkt), der als Jahrgang 1996 die Altersklasse der U18 gewann.

Top-Ten-Plätze gab es im Frauen-Halbmarathon zudem für Andrea Edelmann aus Weißenburg (4.) sowie die beiden Geh-Punktlerinnen Sanne Meyer und Susi Meyer als Sechste und Zehnte. In dieser Wertung gab es auch eine starke Pleinfelder Fraktion mit Gabi Bauer (12.), Lena Dienst (20.) und Cristina Schmidt (21.).

Eine Äthiopierin im Seenland: Senbete Gelane siegte beim Marathon der Frauen. © Uwe Mühling


Die vorderen Platzierungen sind umso beachtlicher, wenn man die Zahl von insgesamt 1400 (!) Halbmarathon-Teilnehmern sieht. Beim Marathon war es deutlich kleiner (etwa 280), doch hatte der speziell durch die afrikanischen Gäste einen hohen sportlichen Stellenwert. Frauensiegerin Senbete Gelane (Jahrgang 1992), die für Black Label Management startet, war vorige Woche in Münster noch 2:38 gelaufen. Beim Seenlandmarathon reichte ihr eine Zeit von knapp unter drei Stunden (2:59:32), um mit fast einer Viertelstunde Vorsprung auf Nadine Richter vom Team Erdinger Alkoholfrei zu gewinnen. Mit Pacemakerin Monika Dinkelmeyer (M.O.N., 6.) und Christine Weißlein (Markt Berolzheim, 10.) waren auch zwei einheimische Damen im Vorderfeld der Marathonfrauen.

Äthiopier zogen davon

Hatten viel Spaß im Seenland: Die äthiopischen Topläufer Asfaw Brihanu Mekonnen (li.) und Fraol Lencho Holjira. © Uwe Mühling


Bei den Männern hatte Asfaw Birhanu Mekonnen (ebenfalls Black Label Management) kurzfristig nachgemeldet. Der Äthiopier lebt in Deutschland und kam am Samstag von Bielefeld nach Pleinfeld. Beim Rennen am Sonntag zog er zusammen mit seinem Landsmann Fraol Lencho Holjira etwa auf der Hälfte der 42,195 Kilometer das Tempo an und die beiden ließen Reißinger hinter sich. Am Schluss lief Asfaw einen klaren Sieg nach Hause: 2:28:44 bedeuteten neuen Streckenrekord und gut eine Minute Vorsprung auf Fraol, der für den TSV Greding startet und jüngst schon mit seinen überragenden Siegen beim Hilpoltsteiner Burgfestlauf sowie beim Rother Kirchweihlauf für Furore gesorgt hatte.

In den Top Ten landeten bei den Herren auch die Marathonis Andy Meyer, Lothar Lehner (beide M.O.N.), Jörg Foistner (Arriba Göppersdorf) und Friedrich Schübl (TV Gunzenhausen) – alle unter der magischen Drei-Stunden-Marke. Meyer freute sich über eine tolle Zeit von 2:46:09 und der junge Foistner (Jahrgang 1990) konnte mit 2:59:12 ebenfalls sehr stolz sein. Die schnellste Staffel kam wie im Vorjahr von Arriba Göppersdorf (2:52:48). Über diesen Wettbewerb werden wir ebenso noch gesondert berichtet, wie über die Nachwuchsrennen, den Hobbylauf und den Nordic-Walk. 

Uwe Mühling

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Weißenburg, Pleinfeld