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Die Spargel bekommen neue Blätter

Rotoren auf dem Weißenburger Jura werden ausgetauscht - 22.06.2016 08:20 Uhr

Spektakuläre Bilder bieten derzeit die Arbeiten an vier Windkraftanlagen bei Oberhochstatt: Die Bavaria Windpark GmbH tauscht derzeit die Rotorblätter der Anlagen aus. Der Grund sind Baufehler in den alten Flügeln. Die Arbeiten werden noch rund drei Wochen in Anspruch nehmen. © Norbert Dinkelmeyer


Das Geschehen auf dem Jura sieht aus, wie ein Steckbausatz des Lego-Technikkastens. Nur in gigantischer Dimension. Mit einem gewaltigen Kran werden die Rotorblätter auf die Nabenhöhe des Windrads gebracht und dann aufgesteckt und befestigt. Ein beeindruckendes Schauspiel, das man sich zwischen den drei Jura-Ortschaften noch die nächsten drei Wochen ansehen kann. Im Moment ist erst bei einer von vier Anlagen der Umbau abgeschlossen. Michael Kugler von der Bavaria Windpark GmbH mit Sitz in Rennertshofen rechnet mit einer Woche pro Windrad für die Umrüstung.

Sind die Arbeiten abgeschlossen können sich die Rotoren auch endlich wieder drehen, die zuletzt monatelang still gestanden waren. Grund war ein Produktionsfehler bei einer Charge der Rotorenblätter der Firma Nordex. Das Unternehmen hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres festgestellt, dass es hier zu mangelhaften Verklebungen der verschiedenen Schichten der Rotorblätter gekommen sei. Da sich dadurch im Betrieb Teile hätten lösen können, wurde der Stillstand der Anlagen angeordnet, um die Öffentlichkeit nicht zu gefährden.

Michael Kugler ist jetzt erstmal froh, dass der Austausch vorwärts geht und sich die Windräder bald wieder drehen können. Nordex erstatte wohl nur einen Teil des Ausfalls, somit bleibe auf jeden Fall ein finanzieller Schaden, stellte Kugler fest. Der Bavaria Windpark GmbH gehören insgesamt 13 Windkraft-Anlagen, neun davon auf dem Weißenburger Jura zwischen Oberhochstatt, Burgsalach und Indernbuch.

Vergangene Woche hatte der Abtransport der alten Rotorblätter in Oberhochstatt für Aufsehen gesorgt. Ein über 60 Meter langer Schwerlast-Transporter mit dem ausrangierten Windrad-Flügel blieb in der Ortschaft stecken. Erst nach zwei Stunden und zentimetergenauem Rangieren hatte er die Ortsdurchfahrt passiert.
  

Jan Stephan

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