16°

Dienstag, 26.09. - 20:14 Uhr

|

Eine neue Wohnanlage in Weißenburg

90 Wohnungen auf dem früheren A+B-Areal - 17.03.2017 08:15 Uhr

Erhielt den Segen des Bauausschusses: So wird der größere Komplex an der Schwärzgasse von Süden aus betrachtet aussehen. Jeweils nach außen hin werden die Gebäude abgetreppt, damit sie nicht so wuchtig wirken und sich in die Umgebung einfügen. © Zeichnung: Bickel Architekten


Geplant sind ein Südgebäude nördlich anschließend an die Diakoniezentrale, die an der Schulhausstraße errichtet wird (wir berichteten mehrfach). In diesem Südgebäude werden 18 Wohnungen entstehen. An der Schwärzgasse entsteht außerdem ein deutlich größeres Bauwerk, das 75 seniorengerechte Wohnungen enthalten soll.

Alles in allem entstehen auf dem Areal also 93 Wohnungen. Damit handelt es sich um das größte Wohnbauprojekt in Weißenburg seit Jahrzehnten.

Unter dem gesamten Komplex soll eine Tiefgarage angelegt werden. Bauherr ist die KIB Gewerbe- und Wohnbau GmbH & Co. KG aus Nürnberg.

Während das Südgebäude im Wesentlichen viergeschossig wird, ist das größere Nordgebäude größtenteils fünf Stockwerke hoch. Ein Flügel, der sich auf der Südseite dieses Gebäudes nach Osten erstreckt, wird abgestuft mit vier und drei Etagen errichtet. Aufgrund ihrer Höhe werden die Gebäude der KIB auch über die Diakoniezentrale hinaus von der Schulhausstraße aus sichtbar sein, erläuterte Oberbürgermeister Jürgen Schröppel. Er verwies zugleich darauf, dass die bisherige Bebauung ebenso hoch war.

Inge Pfitzinger-Miedel (SPD) wollte wissen, ob damit ein Präzedenzfall entstehen könnte, auf den sich beispielsweise Bauherren, die an der Schwärzgasse auf dem benachbarten ehemaligen OSO-Gelände einmal bauen könnten, berufen können. Dies sieht Stadtbaumeister Thomas Schwarz aber nicht als gegeben an.

„Die eingereichten Vorhaben entsprechen den Zielstellungen des Weißenburger Stadtentwicklungskonzeptes sowie dem mit Vorbescheid durch den Stadtrat bestätigten städtebau­lichen Konzept für die Neustrukturierung und Neugestaltung des sogenannten Aurnhammer-Areals“, heißt es in den Bauausschussunterlagen. Nach Lesart von Stadtbaumeister Schwarz werden die Bauvorhaben „ein attraktives, im Zusammenspiel mit den benachbarten Vorhaben der Diakonie insbesondere seniorengerechtes Wohnangebot in unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt schaffen und eine Industriebrache beseitigen“.

Entlang der Grundstücksgrenze wird die Bauherrin auf Grund und Boden der Stadt Weißenburg einen Durchweg für Fußgänger und Rad­fahrer zwischen der Schwärzgasse und der Schulhausstraße anlegen. Dies war bei der Diskussion um den Vorbescheid von mehreren Stadträten gefordert worden, weshalb sich Maximilian Hetzner (Bündnis 90/Die Grünen) danach erkundigte.

Die Zufahrt zu der Wohnanlage wird von der Schwärzgasse erfolgen. Der Tagespflegekomplex der Diakonie, der auf dem ehemaligen A+B-Areal hin zur Nürnberger Straße entstehen soll, erhält ebenso wie die Diakoniezentrale an der Schulhausstraße eine Zufahrt von der Nürnberger Straße aus.

Nun muss der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. März noch endgültig grünes Licht für das Projekt geben. Außerdem gilt es, das ehemalige Firmengelände noch gänzlich abzuräumen. Dann kann mit dem Bauvorhaben an einer städtebaulich sensiblen Stelle begonnen werden. Das gesamte Quartier inklusive Diakoniezentrale soll möglichst zeitnah bebaut werden. Anvisiert wird zur Fertigstellung der Herbst 2018. 

Robert Renner

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Weißenburg