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Donnerstag, 20.09.2018

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Kastanienhof in Pleinfeld wird viel größer

Gastwirt Thomas Leinberger investiert mehr als 1,6 Millionen Euro - 02.06.2018 06:06 Uhr

So soll der neue „Kastanienhof“ in Pleinfeld nach dem Um- und Anbau einmal aussehen: Die bestehende Gastwirtschaft wird um einen Saal erweitert. Zudem wird der alte Bierkeller wieder zu neuem Leben erweckt. Im Gewölbekeller aus Sandstein, in dem einst Bier gelagert wurde, kann künftig zünftig gefeiert werden und finden rund 60 Personen Platz. © Visualisierung: Oskar Füleki


Thomas Leinberger weiß, was er will. Der Koch, der im Gasthof Blumenthal bei Spalt sein Handwerk gelernt hat, kocht seit 2005 im Kastanienhof. Seit 2012 ist er Besitzer der Traditionsgaststätte, die Ende des 19. Jahrhunderts zuerst nur ein Bierlager war. Das markante Sandsteingebäude wurde zwischen 1853 und 1854 als Bierlager- und Bierausgabestätte der Brauerei „Adlerbräu“ aus Gunzenhausen vom Bierbrauer Friedrich Röschel erbaut. Um auch in den Sommermonaten das Bier kühl zu halten,  wurde gut zehn Meter in den Sandsteinfelsen hinein ein Gewölbe geschlagen, das es noch heute gibt. Auch heute noch herrscht im Kellergewölbe eine konstante Temperatur von sechs bis zehn Grad Celsius.

Viel Platz für Feiern

Im Sandsteinfelsen unter der Gastwirtschaft wurde früher Bier gelagert. Nach dem Umbau wird dort im Gewölbekeller ein stimmungsvoller Saal eingerichtet, in dem ebenfalls gegessen und gefeiert werden kann. © Markus Steiner


Der Gewölbekeller war seit etlichen Jahren ungenutzt, weil auch in Pleinfeld Bier längst mit Elektrizität und Durchlaufkühlern auf angenehme Trinktemperatur gebracht wird. Ein Umstand, den Leinberger ändern will. Denn der Keller ist eigentlich viel zu schade, um nicht genutzt zu werden. Nach dem Umbau sollen hier bis zu 60 Gäste Platz finden – „zur Einkehr, zum Abschalten vom Alltag, zum Feiern, zum Freundschaften pflegen“, wünscht sich der 40-jährige Gastronom, der an die bisherige Gaststätte auch einen neuen Saal anbauen will, damit hier künftig auch Veranstaltungen und große Familienfeiern, Hochzeiten oder Busgesellschaften bewirtet werden können.

Neben der Schenke, dem Nebenzimmer, dem Bierkeller und dem Biergarten, der ebenfalls vergrößert wird, sollen dann gegen Ende dieses Jahres bis zu 500 Gäste im „Kastanienhof“ feiern und essen können. Das Motto, unter dem der Ausbau laufen soll, lautet Leinberger zufolge: „Modern trifft auf Tradition.“ Der Koch will der fränkischen Küche mit Schäufele, Schweinebraten und saisonalen Schmankerln aus der Region weiterhin die Treue halten und vor allem auch seine Stammkunden bei der Stange halten: „Wir konzentrieren uns hier vor allem auf unsere einheimischen Gäste.“ Denn Leinberger fühlt sich wohl in der Region und fest mit ihr verbunden. Deshalb setzt er bei dem Um- und Ausbau auch ausschließlich auf Handwerksbetriebe aus der Region.

Der gebürtige Spalter hat inzwischen fünf fest angestellte Mitarbeiterinnen und zehn Aushilfen beschäftigt. An einem guten Tag verlassen bis zu 300 Essen die bislang nur 25 Quadratmeter große Küche, die im Zuge des Ausbaus natürlich auch endlich vergrößert wird.

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Wenn alles nach Plan läuft, dann wird der Anbau des Kastanienhofs am 1. Advent offiziell eröffnet. Das Markenzeichen sollen weiterhin die gute, fränkische Küche und die „Kastanie“ sein, die auch als Logo den Schriftzug des Gasthauses ziert. Weil ein alter Kastanienbaum dem Neubau weichen musste, werden an anderer Stelle fünf neue Kastanien gepflanzt. Eine Inves­tition in die Zukunft und ein schönes Symbol dafür, dass Leinberger langfristig plant: „Wir sind gerne in Pleinfeld und auch gerne für Pleinfeld da.“

  

Markus Steiner

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