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Landkreis erhielt den Großen Preis des Mittelstandes

Gerhard Wägemann findet dies "gigantisch" - 03.10.2017 08:00 Uhr

Nahm den Preis freudig entgegen: Landrat Gerhard Wägemann © Großer Preis des Mittelstandes


Damit habe die Oskar-Patzelt-Stiftung die mittelstandsfreundliche Politik und die strukturellen Verbesserungen im Landkreis sowie die Arbeit der Zukunftsinitiative Altmühlfranken, gewürdigt, freute sich Wägemann. Bisher hat diesen Sonderpreis erst ein einziger Landkreis in Bayern verliehen bekommen, Weißenburg-Gunzenhausen ist der zweite in der Geschichte des „Großen Preises des Mittelstandes“. „Ein toller Erfolg für Altmühlfranken“, kommentierte der Landrat.

Beim „wichtigsten Wirtschaftspreis Deutschlands“ (so die verleihende Patzelt-Stiftung) wird in verschiedenen Wettbewerbsregionen und -kategorien bewertet. Die Bewerber müssen insgesamt drei Stufen erklimmen: Nach der Empfehlung durch einen Dritten kommen die entsprechenden Bewerber zuerst auf eine Nominierungsliste, danach folgt nach erfolgreicher Abgabe des Bewerbungsbogens die Aufnahme auf die Juryliste, was bereits mit einer Urkunde gewürdigt wird. Der letzte Schritt, die endgültige Verleihung des „Großen Preises des Mittelstandes“, wurde am Samstag in Würzburg vollzogen – der Landkreis stach hier 23 andere Kommunen und Kreise aus.

Die Zukunftsinitiative Altmühlfranken hatte nicht nur Unternehmen der Region für den „Großen Preis des Mittelstandes“ vorgeschlagen, sondern wurde auch mehrfach selbst nominiert – für den „Sonderpreis Kommune“. Seit 1997 würdigt die Oskar-Patzelt-Stiftung mit diesem Sonderpreis herausragende Kommunen, die sich um „ihren“ regionalen Mittelstand kümmern und deshalb mehr Gewerbe, mehr Arbeitsplätze und mehr Geld in die Region holen als andere.

Mit diesem Sonderpreis werden die für eine Unternehmens- und Regionalentwicklung unverzichtbaren Rahmenstrukturen gewürdigt. Im Jahr 2017 wurden bundesweit insgesamt 81 Kommunen für diesen Sonderpreis nominiert.

„Tun viel für unsere Wirtschaft“

„Ich freue mich sehr, dass unsere Arbeit überregional erkannt und anerkannt wird. Denn wir tun viel für unsere Wirtschaft und kümmern uns mit der Zukunftsinitiative altmühlfranken intensiv um eine stetige Weiterentwicklung unserer Region“, sagte Wägemann sichtlich stolz nach der Preisverleihung.

Die Laudatio hielt Christian Wewezow, Vorsitzender des Kuratoriums der Oskar-Patzelt-Stiftung. Er stellte fest, dass der Landkreis eine besonders lebenswerte Region sei. Die Anzahl der Betriebe sei seit 2009 um sieben Prozent auf 4676 gestiegen. Allein die 79 Industriebetriebe erwirtschafteten 2014 einen Gesamtumsatz von rund 1,9 Milliarden Euro und damit 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt konnte zwischen den Jahren 2007 und 2013 um 18 Prozent gesteigert werden und beim Gewerbesaldo je 1000 Einwohner erreiche der Landkreis mittlerweile einen überdurchschnittlichen Wert von 0,4.

Der Tourismus sorge jährlich für einen Umsatz von 150 Millionen Euro, und rein rechnerisch hingen 3000 bis 4000 Arbeitsplätze an der Erholungs- und Tourismusbranche. Darüber hinaus sind im Landkreis etliche „Hidden Champions“ beheimatet – darunter die Hetzner Online GmbH als einer der größten Webhosting-Anbieter Deutschlands sowie die Ossberger GmbH & Co., der Weltmarktführer im Turbinenbau ist.

Mit der Zukunftsinitiative Altmühlfranken unterstützt die Kreisverwaltung auf breiter Front die Landkreisentwicklung. Diese besondere Struktur der Bündelung verschiedenster Fachbereiche wurde ebenfalls lobend hervorgehoben. Der Kunststoffcampus Bayern, der 2015 in Weißenburg eröffnet wurde, sei ebenfalls einmalig, so Wewezow in seiner Rede. In dem Forschungs-, Bildungs- und Entwick-lungszentrum forschen die Hochschulen Deggendorf und Ansbach in enger Kooperation mit der Kunststoffbranche und bieten berufsbegleitende Studiengänge an.

Für den „Großen Preis des Mittelstandes“ waren heuer 4923 Unternehmen und Institutionen nominiert. 839 Unternehmen, darunter 24 Kommunen waren in der höchsten und damit in der Jurystufe gelandet. Aus dem Landkreis – neben dem Landkreis selbst – hatten es die Firmen RF Plast GmbH, Zweirad Gruber GmbH, Abel-Wellpappe, Dotlux GmbH sowie die Stadt Gunzenhausen in die Jurystufe geschafft. 

Rainer Heubeck

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