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Lichterkette in Weißenburg

Zeichen für Solidarität - 12.12.2012 08:21 Uhr

Ein Zeichen für Toleranz: Rund 200 Weißenburger versammelten sich am Montagabend vor der Karmeliterkirche und erinnerten mit ihren Kerzen an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor 64 Jahren. © Steiner


Gegen 18.00 Uhr hatten sich rund 200 Bürger in U-Form mit ihren Kerzen vor der Karmeliterkirche aufgestellt und daran erinnert, dass genau vor 64 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. De­kanin Ingrid Gottwald-Weber zufolge war dieser Tag „ein historischer Meilenstein in der Geschichte der Menschheit“ – vor allem, weil die Rechte von diesem Tag an über alle Kulturen und Grenzen hinweg für alle Menschen gelten sollten.

Dennoch seien die Menschenrechte heute mehr gefährdet denn je, sagte die Pfarrerin. Kinderarbeit, Prosti­tution, Zwangsheirat, Zensur, Todesstrafe und vieles mehr seien Belege, dass die Menschenrechte jeden Tag mit Füßen getreten werden, besonders dann, wenn der finanzielle Profit im Vordergrund stehe.

21 Jahre nach den Übergriffen auf ein Flüchtlingswohnheim in Hoyerswerda in Sachsen wollten die christlichen Kirchen und die Türkisch-Is­lamische Gemeinde deshalb zu einer Lichterkette für Menscherechte einladen und auch in Weißenburg für Toleranz und demokratische Werte eintreten. Dekanin Gottwald-Weber: „Wir sind gegen Weltanschauungen, die Dunkel zwischen die Menschen bringen. Wir leben in dieser Stadt und wollen, dass das auch so bleibt. Wir wollen ein friedliches Miteinander der Generationen, der unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Herzlichen Dank, dass Sie gekommen sind!“

Zwischen 18.00 und 18.35 Uhr läuteten die Glocken von Sankt Andreas, als Abschluss der Lichterkette wurde das gemeinsame Gebet „Herr mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ gesprochen und das Lied „We shall overcome“ gesungen. Um 19.00 Uhr sprach danach in der Karmeliterkirche Michael Helmbrecht, Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg, über das Thema „Das Dunkle kann man nur mit Licht vertreiben“. 

Markus Steiner

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