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Mit den Mountainbikes ab über die Alpen

UFC-Powerkids aus Ellingen und Umgebung fuhren in sieben Tagen von Oberaudorf nach Porec (Kroatien) - 18.08.2017 09:06 Uhr

Pedalritter mit Kondition und Durchhaltevermögen: Die sechs jungen Radfahrer um Tourleiter Matthias Schulz (rechts) meisterten in sieben Tagen über 600 Kilometer und rund 5600 Höhenmeter. © UFC Ellingen


Die sechs Radler von den Powerkids des UFC Ellingen haben mit ihren Mountainbikes die Alpen überquert. Die zwölf- bis 15-jährigen Teilnehmer starteten im oberbayerischen Oberaudorf und erreichten sieben Tage später den Zielort Porec in Kroatien. Sie durchquerten dabei Ös­terreich, Italien und Slowenien. Fünf Länder in sieben Tagen, 635 Kilometer und 5603 Höhenmeter standen zu Buche. Pro Tag radelte die Gruppe rund 90 Kilometer mit durchschnittlich 800 Höhenmetern. Für Tourleiter Matthias Schulz war es bereits die zehnte Alpenüberquerung mit dem MTB, für die Teilnehmer Nikolaus Gempel und Jonas Lanz immerhin schon die dritte Alpentour.

Der erste Tourtag führte die Gruppe von Oberaudorf über die deutsch-österreichische Staatsgrenze und weiter nach Kössen. Am Walchsee wurde das erste Mal gebadet. Weiter ging es über St. Johann und Fieberbrunn über das 1319 Meter hoch gelegene Spielberghaus hinunter nach Saalbach. Übernachtet wurde im Lengauer Jugendgästehaus am Talschluss.

Eine Nacht im Wildpark

Am zweiten Tourtag wurden von Lengau aus im Bikegebiet Saalbach-Hinterglemm mehrere Abfahrten mit dem MTB getestet, bevor die Tour über Viehhofen, Maishofen, Zell am See, Bruck und Fusch fortgesetzt wurde. Übernachtet wurde im Wildpark Ferleiten, an der nördlichen Mautstelle der Großglocknerstraße.

Am dritten Tag wollten es die Jungs wissen und brachen in Ferleiten frühmorgens um 6.10 Uhr auf, um die Großglockner-Hochalpenstraße bei wenig Verkehr und kühlen Temperaturen zu „erobern“. Um die Mittagszeit war das 2445 Meter hoch gelegene Fuscher Törl und wenig später (nach einer kurzen Zwischenabfahrt) der 2504 Meter hoch gelegene Hochtor-Tunnel erreicht. An verschiedenen Stellen konnte der Blick auf Österreichs höchsten Gipfel, den 3798 Me­ter hohen Großglockner, bewundert werden. Es folgte eine rasante Abfahrt hinunter nach Heiligenblut und weiter bergab bis Winklern. Zum Schluss des Tages wartete noch der 1209 Meter hohe Iselsbergpass, bevor am Iselsberg selbst mit Blick auf die Lienzer Dolomiten Quartier bezogen wurde.

Der vierte Tourtag führte die Grup­pe vom Iselsberger Hof zunächst auf der Passstraße hinunter und danach weiter am Drautal- und Alpe-Adria-Radweg über Oberdrauburg, Greifenburg und Spittal bis nach Villach. Ein eher gemütlicher Tourtag, der vor al­lem durch Temperaturen bis 36 Grad und einen 128 Kilometer langen Mix an Radwegen in Erinnerung bleiben wird. Übernachtet wurde im Villacher Jugend- und Familiengästehaus.

Am fünften Tag nahmen die UFCler  von Villach aus über Arnoldstein die österreichisch-italienische Grenze bei Coccau Valico. Auf dem Alpe-Adria-Radweg ging es weiter bergauf bis Camporosso, bevor der Bahnlinien-Radweg seinen Scheitelpunkt erreichte und mit leichtem Gefälle über Viadukte und durch zahlreiche Tunnel bergab bis Campiolo führte. Ein sagenhaft schöner Teil der Tour auf ei­nem beeindruckenden Weg, der durch seine tollkühne Streckenführung alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Weiter ging’s dann über Gemona bis Udine. 131 Kilometer standen nach einem weiteren Hitzetag auf dem Ta­cho. Übernachtet wurde in einem klimatisierten 3-Sterne-Hotel im Zentrum von Udine.

Der sechste Tag begann bereits frühmorgens mit Temperaturen von über 30 Grad. Zunächst ging es von Udine aus weiter Richtung Süden bis Palmanova und von hier aus über Romans d’Isonzo und Monfalcone bis nach Triest. In Erinnerung bleiben werden die beeindruckenden Tiefblicke hinunter auf das Mittelmeer auf dem Weg nach Triest. Venezianische Stimmung war am Gran Canal de Trieste garantiert. Übernachtet wurde erneut in der Innenstadt.

Über 40 Grad im Schatten

Der siebte und letzte Tourtag führte die Gruppe von Triest aus auf dem alten „Parenzana-Bahnlinie-Radweg“ zunächst über Muggia und Ankaran ins slowenische Koper, einer großen Seehafenstadt an der Adriaküste. Im Schatten waren es fortan 43,5 Grad, in der Sonne noch einmal zehn Grad mehr. Weiter ging es über Izola durch den ehemaligen Bahntunnel nach Portoroz und von da aus nach Secovlje. Hier wurden die Reisepässe erneut gezückt und es ging entlang des Parenzana hinauf nach Kroatien. Ab hier wurde entlang der Küste weitergeradelt, über Umag und Novigrad hinunter in die Mirnaschlucht und weiter bis zum Zielort Porec.

Nach ein paar Erinnerungsfotos und Filmaufnahmen in Porec folgte ein ausgiebiges Bad im Meer, bevor die Jungs inklusive Tourleiter per Wassertaxi nach Pineta (bei Novigrad) fuhren, um hier zwei sonnige Urlaubstage am Strand zu verbringen. Die Rück­fahrt erfolgte per Sieben-Sitzer-Fahrzeug, wofür ein spezieller Dank an Rainer Weinmann für den Shuttle-Service zurück in die Heimat ging. Der UFC bedankte sich ferner bei Torsten Böhm für die Unterstützung bei den Quartierbuchungen, bei den Sponsoren für die neuen Trikots und Hosen sowie bei Tourleiter Matthias Schulz für die Planung und Komplettbetreuung der Gruppe.

Die Teilnehmer: Jonas Lanz (13 Jahre, Weißenburg), Nikolaus Gempel (12 Jahre, Weißenburg), Moritz Naß (15 Jahre, Fiegenstall), Tom Hirschmann (15 Jahre, Solnhofen), Oskar Blümel (14 Jahre, Ellingen), Jermaine Lierheimer (13 Jahre, Pleinfeld) sowie Tourleiter Matthias Schulz (42 Jahre, Ellingen). 

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