Montag, 24.09.2018

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Weißenburger Grundschule begrüßte ABC-Schützen

Zwischen Vorfreude und gemischten Gefühlen - 12.09.2018 08:23 Uhr

Gebanntes Lauschen: Die Erstklässler der 1a in der Weißenburger Zentralschule passten gestern genau auf, was es alles zu hören gab. Den einen oder die andere beschlich angesichts der unbekannten Situation aber doch ein mulmiges Gefühl. © Robert Renner


Lehrerin Susanne Meyer unterrichtet die 1a. Nach der Begrüßung für alle im Schulhof nahm sie ihre neuen Schüler und deren Eltern mit ins  Klassenzimmer im ersten Stock. Dort angekommen, durften die Kinder sich an der Tafel ihre Namensschilder und anschließend ihre Plätze an den zwölf Tischen suchen. Ein Mädchen ist da­runter, das erst vor vier Wochen nach Deutschland kam – es spricht so gut wie kein Wort Deutsch.

Doch Susanne Meyer machte ihr Mut: „Mimi lernt mit Dir Lesen und Schreiben“, versicherte sie ihr. Mimi ist die Handpuppe, die die Kinder durch das erste Schuljahr begleitet und sich auch in den Lehrbüchern findet. Die Lehrerin hatte Mimi in ihrer alten Schultüte, die sie selbst einmal stolz getragen hatte, versteckt. Nach ein paar Fragerunden durfte ein Mädchen die Puppe dann aus der Schultüte holen.

Mimi hilft: Lehrerin Susanne Meyer stellte den Schülern im Sitzkreis die Puppe vor, die sie beim Lernen in den nächsten Wochen und Monaten begleiten wird. © Robert Renner


Damit war das Eis gebrochen. Manchem Kind war zuvor die Aufregung und die Angst vor dem ungewissen Neuen anzusehen, und die eine oder den anderen beschlich, vor allem als die Eltern das Klassenzimmer verlassen mussten, ein mulmiges Gefühl. Den Erwachsenen hatte Susanne Meyer gleich zu Beginn eröffnet, dass sie jetzt nur wenig Zeit für sie habe, ihnen aber natürlich in den kommenden Tagen und vor allem beim Elternabend am Montag 17. September, ab 19 Uhr mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Bei all den Mamas und Papas traue sich Mimi nicht aus der Schultüte he­raus, sagte die Lehrerin, was ein Stöpke in der ersten Reihe mit Blick auf die Elternschar keck mit der Frage quittierte: „Können die vielleicht rausgehen?“

Zu Beginn hatten sich die Mädchen und Jungen samt Eltern und weiterer Verwandter zur Begrüßung im Schulhof versammelt. © Robert Renner


Das mussten sie tatsächlich, denn im Pausenhof gab es Informationen für sie, unter anderem von der Ganztagsbetreuung, der Polizei, dem Elternbeirat, von Schulrat Fritz Felleiter und nicht zuletzt von Schulleiterin Margit Nothhaft-Buchner, die auch die neue Konrektorin Doris Reindel begrüßte – dem ersten Schultag gemäß mit einer kleinen Schultüte.

Nothhaft-Buchner machte den Eltern deutlich, dass ihre Kinder Zuwendung brauchen und „ein echtes Lob“. Wichtig sei es aber auch, die Kleinen anzuspornen, wenn etwas nicht so richtig geklappt habe. Den Eltern bot sie eine konstruktive Zusam­menarbeit an.

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OB Jürgen Schröppel hatte zuvor schon Eltern und Kinder in der Zentralschule begrüßt und den Mädchen und Jungen gewunschen, „dass Ihr gerne hierherkommt“. Den Eltern bat er, den ersten Schultag für die Kinder „zu einem besonderen Erlebnis“ zu machen. „Lassen Sie aber noch Luft nach oben“, riet er ihnen. Schließlich kämen andere Feste wie Kommunion und Konfirmation ja auch noch. 

Robert Renner

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