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Jetzt hat auch die Noris ihr Studenten-Rennauto

Das Team Strohm & Söhne von der Technischen Hochschule präsentiert seinen Flitzer für die Formula Student - 27.06.2013 17:31 Uhr

Der große Moment ist da: Nora wird zum ersten Mal präsentiert. Mit diesem selbst entwickelten Rennwagen wollen Studierende der Technischen Hochschule Nürnberg bei Formula-Student-Wettbewerben antreten. Unterstützt werden sie dabei von den Sponsoren auf der großen Tafel im Hintergrund. © Jürgen Stork


Als zwei Mitglieder des Teams Strohm & Söhne das große weiße Tuch wegziehen, ist das „ein Meilenstein in der Geschichte unserer Hochschule“, sagt Prof. Ulrich Grau. Unter dem Tuch kommt Nora zum Vorschein, das Rennauto, mit dem die TH Nürnberg künftig bei den internationalen Wettbewerben der Formula Student (FS) antreten möchte.

Bei der FS geht es nicht um Autorennen im klassischen Sinne. Vielmehr handelt es sich um einen Konstruktionswettbewerb für Studierende. Ein mehr als 100-seitiges Reglement schreibt vor, was bei Konstruktion und Bau des Rennwagens zu beachten ist. Bei den Wettkämpfen werden die technischen Eigenschaften der Flitzer, ihr Design und das dahinter steckende betriebswirtschaftliche Konzept bewertet. Auf einer Rennstrecke messen sich die Teams dann mit ihren Autos in Disziplinen wie Sprint oder Slalom.

Bezüglich der Formula-Student waren andere Unis und Hochschulen aus der Metropolregion der Technischen Hochschule Nürnberg teilweise weit voraus: Amberg/Weiden, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und Coburg hatten teilweise schon seit Jahren FS-Teams.

Jetzt also Nora, der Meilenstein aus der Noris — daher der Name des Autos. Auch der Name des Teams ist erklärungsbedürftig: In „Strohm“ versteckt sich einerseits „Ohm“, der Name der Hochschule. Zum anderen soll deutlich werden, dass es sich um ein Rennauto mit einem reinen Elektromotor handelt. Die Formula Student ist nämlich in zwei Kategorien unterteilt: Elektroautos und Rennwagen mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Den Nachnamen „& Söhne“ hätten Designer empfohlen, erklärt Roman Schaal, einer der Teamchefs, „er soll Tradition ausstrahlen“.

 Diese Tradition reicht an der TH immerhin fast zwei Jahre zurück. Im Herbst 2011 hatte sich auf Anregung von Prof. Grau zum ersten Mal eine Gruppe von Studierenden getroffen, um das Projekt „Formula Student am Ohm“ anzupacken. Jetzt ist das Auto fertig und wurde offiziell präsentiert. Einziger Wermutstropfen bei der Feier: Für das deutsche FS-Event im August am Hockenheimring hat Nora keinen Startplatz bekommen. Ihr erster echter Auftritt ist erst im September beim FS-Wettbewerb in Italien zu erwarten.

www.strohmundsoehne.de 

Lothar Hoja

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