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Was ist ein Ehrenmann?

Schulveranstaltungen am Tag der Menschenrechte - 10.12.2018 14:08 Uhr

Er hatte in Berlin Medizin studiert und arbeitete dort als Arzt. Nach außen hin spielte er den angepassten Freund der Nazis, hinter ihrem Rücken arbeitete er gegen sie. Zum Beispiel rettete er seiner jüdischen Sprechstundenhilfe das Leben, indem er sie als seine Nichte ausgab.
Ausgegraben und zu einem Buch verarbeitet hat diese Geschichte der Autor Ronen Steinke. Er ist im Hauptberuf Zeitungsredakteur und war durch eine kleine Meldung auf den Fall gestoßen. Nach zwei Jahren Arbeit war sein Buch „Der Muslim und die Jüdin“ fertig. Etwa einmal im Monat kommt Steinke jetzt an Schulen und liest aus dem Buch.

Buchautor zu Gast

Gestern, am Tag der Menschenrechte, war er zu Gast in Nürnberg, der Stadt der Menschenrechte, und besuchte gleich zwei Schulen: das Bertolt-Brecht-Schulzentrum und das Scharrer-Gymnasium. An der Brecht-Schule hatten alle 10. Klassen aus Gymnasium, Realschule und Vorbereitungskursen eine Podiumsveranstaltung vorbereitet.
Es ging um die Begriffe „Zivilcourage“ und das Jugendwort des Jahres 2018, „Ehrenmann“. Fazit: Helmy war ein Musterbeispiel für einen „Ehrenmann“, und er zeigte sehr viel Zivilcourage. Denn er hatte keine Angst davor, jemandem anderen zu helfen, obwohl ihm das selbst durchaus hätte schaden können.
„Für uns bedeutet das“, fasste ein Schüler zusammen: „Man sollte sich nicht schämen, selbst zu helfen oder Hilfe zu holen, wenn jemand bedroht wird.“
 

hlo

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