Mittwoch, 20.03.2019

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0:1 gegen Ingolstadt: Fürther Fehlstart mit zwei Platzverweisen

Kleeblatt verliert zum Rückrunden-Auftakt gegen Ingolstadt - 29.01.2019 22:25 Uhr

Fürths Neuzugang Paul Seguin sieht nach seinem Foul an Robin Krauße die Rote Karte. © Sportfoto Zink / DaMa, Sportfoto Zink / DaMa


Zumindest warm sollte Damir Buric es am Dienstagabend gehabt haben. Die Partie der SpVgg Greuther Fürth gegen den FC Ingolstadt verfolgte der Kleeblatt-Trainer aus ungewohnter Perspektive: Statt auf der Trainerbank nahm er in einer Loge auf der Haupttribüne Platz. Ein DFB-Sportgericht hatte ihn mit einem Innenraumverbot, das einem völligen Kontaktverbot mit seinem Team rund um das Spiel gleichkommt, belegt. Buric war beim 0:0 gegen den SV Sandhausen vor der Winterpause mit dem Vierten Offiziellen des Schiedsrichtergespanns aneinandergeraten.

Mit dem FC Ingolstadt empfing das Kleeblatt ein Team, dass sich in den Wintermonaten mal wieder runderneuert hat: Mit Jens Keller versucht seit Anfang Dezember schon der dritte Trainer den für Zweitliga-Verhältnisse finanzstarken FCI vor dem Abstieg zu bewahren, mit Leihgabe Philipp Tschauner (Hannover 96) steht schon der vierte Torwart in dieser Saison zwischen den Pfosten, in der Winterpause kamen einige gestandene neue Spieler, darunter der ehemalige Fürther Mergim Mavraj.

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Elfmeter und zweimal Rot: Fürth mit Fehlstart gegen Ingolstadt

Der Start ins neue Jahr verlief für die SpVgg Greuther Fürth alles andere als nach Plan: Nach 90 Minuten muss sich das Kleeblatt dem bisherigen Schlusslicht aus Ingolstadt geschlagen geben, dazu müssen die Fürther am kommenden Samstag in Paderborn auf Maloca und Seguin verzichten, die beide in der hektischen Schlussphase vom Platz flogen. Hier gibt es den Fehlstart in Bildern!


In Fürth sind die Veränderungen behutsamer ausgefallen. Das System der Fürther hat Buric leicht verändert, weil mit Neuzugang Paul Seguin wieder ein zweiter zentraler Mittelfeldspieler neben Lukas Gugganig zur Verfügung steht. Kenny Prince Redondo, ebenfalls in der Winterpause in Fürth aufgeschlagen, begann auf dem linken Flügel. Die Co-Trainer Petr Ruman und Oliver Barth standen interimsweise für ihren gesperrten Chefcoach an der Seitenlinie.

Partie als zähe Angelegenheit

Das 0:0 in Sandhausen hatten sie beim Kleeblatt im Dezember nach zuvor drei Niederlagen mit 0:11-Toren als ersten Schritt nach vorne gewertet, weil man immerhin kein Gegentor kassiert hatte. Die Defensive gewinne die Spiele, hatte Buric vor der Partie gegen Ingolstadt noch einmal betont. So ging das Kleeblatt auch ins Spiel: abwartend und darauf bedacht, den Gästen wenig Räume zu bieten.

Den Gefallen, ihnen ins Messer zu laufen, taten die Gäste den Fürthern auch nicht. Der FCI war stets auf Absicherung bedacht. Fürths Umschaltspiel war zudem geprägt von Schlampigkeiten, vor allem Daniel Keita-Ruel und David Atanga fanden kaum ins Spiel. So war es ein Freistoß, der die erste Gelegenheit fürs Kleeblatt brachte (17.). 

Die Partie blieb eine zähe Angelegenheit, in die sich die Fürther aber nach einer Viertelstunde hineingekämpft hatten. Ihre Angriffe trugen sie nun präziser vor. Doch meist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, wo bisweilen mit rauen Mitteln um den Ball gekämpft wurde.

Turbulente Schlussphase

Der Auftakt zur zweiten Hälfte machte kurz Hoffnung auf ein besseres Spiel: Erst ließ sich Atanga, dem Keita-Ruel den Ball vor die Füße geköpft hatte, im letzten Moment vor dem Ingolstädter Tor noch von Mavraj abdrängen (48.). Eine Minute später lenkte Kleeblatt-Torwart Sascha Burchert den Ball nach einer Volley-Abnahme von Christian Träsch mit einer Flugeinlage noch über das Tor.

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Schwache Noten für Fürth: Besonders die Offensive enttäuscht

0:1 zu Hause gegen Ingolstadt: Der Auftakt in die Rest-Rückrunde ging für die SpVgg Greuther Fürth in die Hose. Und wie immer danach gefragt, wie Sie die Leistung der Spieler fanden. Hier kommen die Noten der Fürth-Profis!


Das Bemühen nach vorne etwas auzurichten, war beiden Teams nicht abzusprechen, doch es mangelte an der Umsetzung. Für einen Treffer benötigte auch Ingolstadt die Hand von Marco Caligiuri, die in der 71. Minute Mavraj im Strafraum im Gesicht traf. Schiedsrichter Pascal Müller entschied auf Elfmeter, eine harte Entscheidung. Leczano verlud Burchert – und schon stand es 1:0 für die Gäste. Die nächste umstrittene Entscheidung von Müller traf Mario Maloca, der Ingolstadts Stefan Kutschke an der Seitenlinie umgrätschte und dafür die Rote Karte sah (83.). Grob war dieses Foulspiel allerdings eher nicht. Das von Paul Seguin, der in der 91. Minute mit hohem Bein den Kopf von Robin Krauße traf, dagegen schon. Auch er sah Rot, Fürth beendete das Spiel zu neunt.

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Sauer (78. Steininger), Maloca, Caligiuri, Wittek - Seguin, Gugganig - Atanga (59. Reese), Ernst, Redondo - Keita-Ruel

FC Ingolstadt: Tschauner - Paulsen, Schröck, Mavraj, Paulo Otavio - Krauße (90.+3 Gimber), Cohen - Träsch (72. Kerschbaumer) - Pledl, Kittel - Lezcano (83. Kutschke)

Tore: 0:1 Lezcano (73.) | Gelbe Karten: Keita-Ruel, Redondo, Caligiuri, Ernst - Träsch, Cohen, Kutschke | Rote Karten: Maloca, Seguin | Schiedsrichter: Müller (Löchgau) | Zuschauer: 7725.

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Alexander Pfaehler E-Mail

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