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7:0! Valentini veredelt Nürnbergs Schweinfurt-Reise

Auch Ishak trifft doppelt - Club ist fürs Darmstadt-Spiel gerüstet - 10.10.2017 20:51 Uhr

Am Boden? Nein! Enrico Valentini wurde beim Leicht-und-Locker-Sieg sogar als zweifacher Torschütze auffällig. © Sportfoto Zink


Um seine zur Zeit eh recht passable Wettkampfform vor dem Verfolgerduell mit den Lilien zu testen, hatte sich der Zweitligist ins nasskalte Unterfranken aufgemacht. Die Rückreise aus der rund 130 Kilometer entfernten Industriestadt trat der Club mit einem 7:0 an. Und mit Erkenntnissen, welche Nürnbergs Lieblingsverein noch mehr Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang des Auswärtsspiels am Böllenfalltor geben könnten.

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Stark bei den Schnüdeln: Der FCN feiert ein Schützenfest

Das taugt als Vorbereitung für das richtungsweisende Darmstadt-Match: Der Club lässt beim 7:0 gegen den 1. FC Schweinfurt 05 keine Zweifel an seiner guten Verfassung aufkommen und schießt den Regionalligisten souverän von dessen Spielwiese.


Margreitter und mehr

Für das Wiedersehen mit dem Viertligisten – zuletzt, im Sommer 2015 hatte der FCN im schmucken Willy-Sachs-Stadion einen entschlossen antretenden und abschließenden Rurik Gislason gebraucht, um das Spiel gegen Schweinfurt siegreich zu gestalten - beorderte Club-Coach Michael Köllner eine Anfangsformation auf den Rasen, die - mit Ausnahme des jungen Fuchs vielleicht - auch als Startelf für den Montag vorstellbar wäre. Für den zuletzt grippegeschwächten Georg Margreitter durfte man das Gastspiel beim Dritten der Regionalliga Bayern beispielsweise als Chance verstehen, sich für die Rückkehr in Nürnbergs Abwehrzentrum zu empfehlen.

Für die frühe Führung des FCN sorgte in Schweinfurt jedoch nicht Margreitter, sondern ein Mann, der auf seiner rechten Bahn sowohl Defensivqualitäten als auch Vorwärtsdrang ins richtige Verhältnis bringen muss: Enrico Valentini stellte in der sechsten Minute per Flachschuss auf 1:0 für Gäste, die auch danach bemüht waren, den Klassenunterschied gegenüber dem von Gerd Klaus trainierten FCS deutlich zu machen. Ein abstaubender Mikael Ishak, der es für den Club in den letzten vier Liga-Partien sechsmal hat klappern lassen, überführte seine Formstärke wenig später in das 2:0 (12.). Keine Zeigerumdrehung später zielte erneut Valentini richtig und machte doppelpackenderweise Nürnbergs Doppelschlag perfekt.

Keine Viertelstunde war absolviert - und die Schnüdel, wie man Schweinfurts Fußballspieler in der Region nennt, mit einem Drei-Tore-Rückstand konfrontiert. Für die Hausherren, die ihre bislang überzeugende Regionalliga-Saison mit einem 4:2 bei Nürnbergs Zweitvertretung begonnen hatten, aufgrund des strapaziösen Pflichtspielprogramms aber nicht ihre beste Elf aufboten, war dies ernüchternd. Der Altmeister und seine Fans durften hingegen zufrieden auf die Frühphase der Partie blicken.

Nachdem eine weitere Viertelstunde torlos verstrichen war, legte der Club nach: Mikael Ishak, den viele Anhänger vor seinem flotten Duisburg-Dreier noch ziemlich unerotisch fanden, erhöhte mit einem saftigen Schuss auf 4:0 (35.). Da der FCN nicht nur Gefallen am Schnüren von Doppelpacks, sondern auch an schnell aufeinanderfolgenden Einschlägen gefunden hatte, folgte der nächste Treffer rasch: Patrick Erras ergänzte auf sehenswerte Art und Weise Nürnbergs fünften Torerfolg und sorgte damit für den Halbzeitstand.

Behrens trifft - Kammerbauer stellt auf 7:0

Sieben Minuten nach Wiederbeginn war das halbe Dutzend voll: Hanno Behrens besorgte im zweiten Versuch das 6:0. Club-Coach Köllner nutze den Test nun, um erneut talentierte Nachwuchskräfte ans Profi-Team heranzuführen: Freitag und Krauß hatten bereits mit dem Start in den zweiten Spielabschnitt übernommen. Mit Satkus, Stoßberger, Pex und Schleimer kam nach einer knappen Stunde ein weiteres Youngster-Quartett hinzu. Ein bei den Profis bereits etablierter FCN-Bubi war es indes, der vor 597 Zuschauern im Willy-Sachs-Stadion die siebte Bude machte: Patrick Kammerbauer - in Meckenhausen zuletzt schon Doppeltorschütze - erzielte das 7:0 (74.) für den Gut-in-Form-Club, das in Schweinfurt zugleich den Endstand bedeuten sollte. Auch wenn beim erfreulichen Dienstagsausflug die kranken Tim Leibold und Miso Brecko sowie die angeschlagenen Tobias Werner und Edgar Salli fehlten: Der FCN scheint für das Darmstadt-Spiel gerüstet. 

apö

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