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Als Eigler gegen Hoffenheim cool blieb

1899 betätigte sich in Nürnberg auch schon als Spaßverderber - Tipps von "Pelle" - 26.11.2012 19:46 Uhr

Nürnberg   - Dem 1. FC Nürnberg ist in der Bundesliga erst ein Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim gelungen. Im April 2012 feierte der FCN ein furioses 3:2 im Kraichgau. Im Dezember 2010 war Christian Eigler der Held - er sicherte dem Club immerhin einen Zähler, mit einem Treffer, der auch dem Angreifer selbst Auftrieb gab.

Kurz vor Abpfiff war in der Hinrunde 2010/11 Joker Christian Eigler zur Stelle - zum Kummer von TSG-Keeper Daniel Haas.
Kurz vor Abpfiff war in der Hinrunde 2010/11 Joker Christian Eigler zur Stelle - zum Kummer von TSG-Keeper Daniel Haas.
Foto: Wolfgang Zink
Kurz vor Abpfiff war in der Hinrunde 2010/11 Joker Christian Eigler zur Stelle - zum Kummer von TSG-Keeper Daniel Haas.
Kurz vor Abpfiff war in der Hinrunde 2010/11 Joker Christian Eigler zur Stelle - zum Kummer von TSG-Keeper Daniel Haas.
Foto: Wolfgang Zink

Vor seiner Einwechslung in der Rhein-Neckar-Arena war Christian Eigler torlos gewesen – die ganze Hinrunde über. Nach seiner Einwechslung dauerte es lediglich zehn Minuten, bis er nerven- und abschlusssstark vor TSG-Torwart Daniel Haas in Aktion trat. Mehmet Ekici hatte den Unterreichenbacher durch einen öffnenden Pass in Szene gesetzt. Eigler behielt kühlen Kopf, vollstreckte zum 1:1 und rettete so dem FCN kurz vor Abpfiff einen Punkt. "Das war wichtig. Wir haben die Negativserie kurz vor der Winterpause gestoppt", erinnert sich der 28-Jährige. Die fünfte Niederlage in Folge war abgewendet, der Torhunger des Angreifers angeregt.

In der Rückrunde legte Eigler sieben weitere Treffer nach – gleich vier gegen St. Pauli – und zog in der vereinsinternen Torjägerliste damit am verletzten Julian Schieber vorbei. "Der Treffer damals hat mir Selbstvertrauen gegeben. Als ich durch Julians Verletzung ins Sturmzentrum gerückt bin, ist es noch besser gelaufen", lässt der Vollblutfranke diese Zeit wehmütig Revue passieren. Die Anschluss-Spielzeit 2011/12 hatte sich die Offensivkraft anders vorgestellt. Verletzungen warfen “Eig“ immer wieder zurück. Am 9. Spieltag demonstrierte er beim 1:2 in Wolfsburg erneut seine Joker-Qualitäten. Beim erfolgreichen Abschluss wurde jedoch der bereits lädierte linke Knöchel in Mitleidenschaft gezogen. Auf die Reha folgten Kurzeinsätze und ein Leistenbruch. Eine Saison zum Vergessen für den Stürmer, dessen Vertrag beim FCN im Sommer nicht verlängert wurde. Nach vier Jahren in Nürnberg geht Eigler nun für den FC Ingolstadt auf Torejagd. Eine Klasse tiefer und 90 Kilometer südlicher hat er schon vier Treffer vorzuweisen.

 

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Die fünfte Nürnberger Niederlage in Folge schien schon fast besiegelt, da kam der Joker: Christian Eigler rettete dem FCN kurz vor Schluss ein 1:1 in Sinsheim - und ließ die Cluberer endlich wieder jubeln.

Im April 2012 bewerkstelligte der Club nach fünf vergeblichen Anläufen mit 3:2 den ersten Bundesliga-Sieg gegen Hoffenheim. Im Kraichgau ging er in einer unterhaltsamen Partie früh in Front: TSG-Schlussmann Tom Starke ließ die Kugel nach einem harmlosen Didavi-Schuss nach vorne prallen, Tomas Pekhart staubte ab. Die Babbel-Truppe egalisierte die Gästeführung durch Kapitän Andreas Beck, sah sich kurz vor der Pause aber erneut im Rückstand: Daniel Didavi nutze Markus Feulners Vorlage. Der achte Treffer in neun aufeinanderfolgenden Spielen war der Abschluss der Festwochen, welche die Kreativkraft inszeniert hatte. Nach Wiederanpfiff stellte Pekhart mit Doppelpack-Teil zwei die Weichen endgültig auf Sieg. Der Tscheche brauchte, nachdem er zuvor den Querbalken getroffen hatte, dafür aber einen zweiten Versuch. In den Schlussminuten hieß es Zittern, doch Edson Braafheids Anschlusstreffer kam zu spät, um Nürnbergs Auswärtserfolg noch zu gefährden.

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Der 1. FC Nürnberg hat zum ersten Mal in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen: Tomas Pekhart mit zwei Toren und Daniel Didavi mit einem Treffer sorgten für den 3:2-Erfolg über die Kraichgauer. Damit hatte der FCN im Frühjar 2012 sogar noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Europa League.

Im Mai 2011 hatte gegen die Sinsheimer der Abschied von Marek Mintal auf dem Programm gestanden. Der Ausklang einer Wohlfühl-Saison kurz nach dem 111. Vereinsgeburtstag: Alles war für ein Fußballfest angerichtet. Doch die Gäste betätigten sich als Spaßbremse, auch wenn es zunächst nicht so aussah. Eigler schlenzte den Ball an die Oberkante der Latte. Ein abgefälschter Wollscheid-Schuss trudelte wenig später zur Club-Führung ins Netz. Doch Roberto Firmino dämpfte die Partystimmung, nutzte eine Sidgurdsson-Freistoßflanke zum Ausgleich. Der Assistgeber war es auch, der kurz vor Abpfiff Hoffenheims Siegtor besorgte: Ausgerechnet Shootingstar Wollscheid leistete sich einen folgenschweren Fauxpas, schlug über den Ball. Der Weg war frei für Gylfi Sigurdsson: Der Isländer steuerte auf Raphael Schäfer zu, ließ diesem keine Chance. "Schade für Marek", sagt Eigler, ist sich aber sicher, dass die Niederlage Mintals feierlicher Verabschiedung keinen Abbruch tat.

Kennt sich in beiden Vereinen gut aus: Per Nilsson.
Kennt sich in beiden Vereinen gut aus: Per Nilsson.
Foto: dpa
Kennt sich in beiden Vereinen gut aus: Per Nilsson.
Kennt sich in beiden Vereinen gut aus: Per Nilsson.
Foto: dpa

 Am 10. Spieltag 2009/10 war der Club als Aufsteiger zur Turn- und Sportgemeinschaft gereist. Er hielt gut dagegen, ehe Christian Eichner durch einen fulminanten 32-Meter-Knaller die deutliche 0:3-Auswärtsschlappe einleitete. In der Noris trennten sich beide Teams Ende März 2010 mit einer langatmigen Nullnummer. Carlos Eduardo & Co. schwangen im Mittelfeld das Zepter und vergaben hochkarätige Chancen. Kurios etwa, als der Brasilianer den Ball – Javier Pinola hatte just zuvor Sejad Salihovics Schuss von der Linie gekratzt – an die Latte hämmerte.

In derselben Saison hatte im DFB-Pokal Per Nilsson durch seinen Kopfball dafür gesorgt, dass sich der Club bereits in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb verabschiedete. Der Schwede, der bei Hoffenheim trotz Kapitänsrolle nur noch sporadisch zum Einsatz kam, verhinderte die Wiederholung des Pokaltriumphes von 2007 frühzeitig. Im Sommer danach wechselte Nilsson an den Valznerweiher. Tipps, wie man gegen seine ehemaligen Weggefährten auftritt, kann der formstarke Innenverteidiger geben. "Das macht Pelle auch“, verrät Christian Eigler. „Er erzählt, wie sich der ein oder andere Spieler in bestimmten Situationen verhält."

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Der 1. FC Nürnberg wies im Dezember 2011 die Zwischenbilanz eines Absteigers auf - und stand wieder mal mit dem Rücken zur Wand. Beim 0:2 gegen das Mittelklasse-Team aus Hoffenheim war der Club beängstigend harmlos.


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Die TSG 1899 Hoffenheim nahm drei Punkte aus dem Frankenstadion mit, ohne dem FCN-Anhang den Saisonausklang auf eigenem Platz komplett zu vermiesen. Aufsehen erregender als die Heimpleite war nämlich der Abschied von Publikumsliebling Marek Mintal. Das Phantom durfte ab der 63. Minute noch einmal im Club-Trikot auf den Rasen.

 

ANDREAS PÖLLINGER


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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Ein Club mit Geschichte: Historisches rund um den 1. FCN